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StartseiteSternzeitDurch den Gully zum Kraterboden02.12.2016

Marsrover Opportunity mit neuem ZielDurch den Gully zum Kraterboden

Der US-amerikanische Marsrover Opportunity erkundet inzwischen seit fast 13 Jahren die Oberfläche des roten Planeten. Das kleine rollende Labor war im Januar 2004 auf Mars gelandet und sollte mindestens 90 Tage lang die Umgebung des Landeplatzes erkunden.

Von Hermann-Michael Hahn

Der Marsrover Opportunity, der sich zuletzt im Marathon-Valley aufgehalten hat, soll nun den Marsgully am linken Bildrand erkunden (NASA)
Der Marsrover Opportunity, der sich zuletzt im Marathon-Valley aufgehalten hat, soll nun den Marsgully am linken Bildrand erkunden (NASA)

Mittlerweile ist die geplante Missionsdauer bereits mehr als 50-fach überschritten, und das knapp 200 Kilogramm schwere Gefährt hat mehr als 42 Kilometer zurückgelegt.

Grund genug, der zuletzt erforschten Region die Bezeichnung Marathon-Tal zu verleihen.

Anfang Oktober hat eine neue Verlängerungsphase begonnen. Opportunity soll nun einen nur wenige hundert Meter entfernten sogenannten Gully ansteuern.

So bezeichnen die Marsforscher längliche, schmale Fließstrukturen, die vorzugsweise an Kraterrändern und Abhängen auftreten und möglicherweise durch ablaufendes Grundwasser ausgewaschen wurden.

Allerdings sind solche Gullies immer wieder Gegenstand heftiger Diskussionen unter den Experten. Manche Forscher bezweifeln, dass flüssiges Wasser bei ihrer Entstehung beteiligt war.

Bei diesem Marsgully konnten nach wenigen Monaten deutliche Veränderungen fotografiert warden (NASA)Bei diesem Marsgully konnten nach wenigen Monaten deutliche Veränderungen fotografiert warden (NASA)

Zumindest heute gilt das Vorkommen flüssigen Wassers an der Marsoberfläche als extrem unwahrscheinlich.

Jetzt warten die Forscher gespannt, was Opportunity über die mögliche Entstehung des Gullies am Rande des Kraters Endeavour herausfindet. Anschließend soll er die Gesteine am Kraterboden untersuchen, um eventuelle Unterschiede zum Material in der Umgebung aufzudecken.

Zuvor muss der Rover allerdings noch seinen achten Marswinter überstehen.

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