Forschung Aktuell

Freitag, 10. Juni 2005

Paläoklimatologie Eine Warm-Zeit aus längst vergangenen Tagen gibt neue Rätsel auf.

Vor 55 Millionen Jahren stieg die Durchschnittstemperatur der Welt im Mittel um fünf Grad Celsius. Bis jetzt gingen Forscher davon aus, dass diese Wärmeperiode durch schmelzendes Methaneis ausgelöst wurde. Das Gas reagierte mit Sauerstoff zu Kohlendioxyd, und verursachte somit einen Treibhauseffekt. Wie Forscher aus den USA und Bremen jetzt allerdings berichten, deuten Spuren aus Bohrkernen darauf hin, dass zu dieser Zeit mehr als doppelt so viel Kohlenstoff freigesetzt worden sein muss, als nach dieser Theorie zu erwarten gewesen wäre. Woher dieser Kohlenstoff stammt, ist noch unklar. Das Modell müsse daher überdacht werden. Die Forscher ziehen aus ihrer Untersuchung allerdings auch einen positiven Schluss: Dank der historischen Daten könnte die heutige Entwicklung besser beurteilt werden. So hätten Lufthülle und Ozeane rund 100.000 Jahre benötigt, um sich von dem Kohlenstoff-Ausstoß zu erholen. Ähnliches sei für den derzeitigen Klimawandel zu vermuten.

(Quelle: gät)

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