Forschung Aktuell

Montag, 19. März 2012

Molekularbiologie Nano-Sensor reagiert auf einzelne Moleküle

Forscher der TU München und der Universität Frankfurt haben ein Nachweissystem für einzelne Proteine entwickelt. Dazu haben sie in eine Halbleitermembran aus Siliziumnitrid winzige Löcher gebohrt mit einem Durchmesser von 25 Nanometern. Die Nano-Pore wird dann mit einem Anti-Haft-Material beschichtet. An die Poren lassen sich Rezeptoren anbringen, die an jeweils spezielle Proteine binden können. Wird die Membran in Salzlösung gelegt und eine elektrische Spannung angelegt, dann lässt sich in Echtzeit beobachten, wann ein Protein an einen Rezeptor bindet. Denn dann verengt sich die Pore, und der Stromfluss nimmt messbar ab. Hat das Protein die Poren-Schleuse passiert, nimmt der Stromfluss wieder zu. Das Verfahren könne genutzt werden, um zu erforschen, welche Proteine eine Zelle bildet, so die Forscher im Fachblatt „Nature Nanotechnology“. Es eigne sich aber auch dazu, Krankheitsmarker nachzuweisen, die in sehr niedrigen Konzentrationen im Körper vorkommen. [mawi]

(Quelle: Nature Nanotechnology)

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Rosetta-MissionUngewöhnliche Kometenform reizt die Forscher

Die Raumsonde Rosetta und der Lander Philae schweben über der Kometenoberfläche von 67P. Künstlerische Darstellung eines Illustrators.

Die ersten Bilder, die die Kometensonde Rosetta von ihrem Ziel 67P Churyumov-Gerasimenko schoss, haben die Wissenschaftler elektrisiert. Sie können es kaum erwarten, dass die Sonde am 6. August ihr Ziel erreicht.