• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
Seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag
StartseiteSport am Wochenende"Infantino ist ein Mann des Systems"14.02.2016

Möglicher neuer FIFA-Präsident"Infantino ist ein Mann des Systems"

Gianni Infantino führt in seiner Bewerbung um das FIFA-Präsidentenamt Transparenz und Glaubwürdigkeit an - alles Wahlkampf-Rhetorik, meint der Sportjournalist Robert Kempe. Infantino sei ein Mann des Establishments und könne nicht für einen Neuanfang beim Fußballweltverband stehen, sagte er im DLF.

Robert Kempe im Gespräch mit Philipp May

Gianni Infantino, aktuell Generalsekretär der UEFA. (dpa / picture-alliance / Valentin Flauraud)
Gianni Infantino, aktuell Generalsekretär der UEFA, bewirbt sich als FIFA-Präsident. (dpa / picture-alliance / Valentin Flauraud)
Mehr zum Thema

FIFA "Gianni Infantino wird wohl neuer Präsident"

FIFA Zwei schlechte Kandidaten

Guido Tognoni über die FIFA "Beckenbauer ist das letzte große Opfer"

FIFA-Präsidentschaft Vorwürfe belasten Kandidaten Scheich Salman

FIFA-Präsidentschaft Platini zieht seine Bewerbung zurück

FIFA Wer wird Blatter-Nachfolger?

Infantino gehöre zum System Michel Platinis, des UEFA-Vorsitzenden. Und auch die UEFA sei "nicht der Ort der Glaubwürdigkeit und Transparenz" im Fußball, so Kempe. Infantino werde zudem in seinem Wahlkampf von demselben Unternehmen beraten, von dem sich auch die UEFA oder die WM-Bewerbung Katars berieten ließen. 

Seinen Wahlkampf führe er allerdings direkter als die anderen Kandidaten: "Er tritt öfter vor die Presse und stellt sich kritischen Fragen," so Kempe. Gleichzeitig sei sein Wahlkampf "traditioneller Art": Infantino präsentiere sich gegenüber den Nationalverbänden und Kontinentalverbänden "wie ein Weihnachtsmann", indem er eine Erhöhung der finanziellen Zuwendungen verspreche.

Keine Heilsbringer unter den Kandidaten

Insgesamt führen die Kandidaten um das FIFA-Präsidentenamt laut Kempe einen Wahlkampf, als wäre nichts gewesen: "Es gibt dieselben Spielchen, glaubwürdige Lösungen sind nicht zu erkennen. Es gibt unter den Kandidaten keinen Heilsbringer."

Das gesamte Gespräch mit Robert Kempe können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

 

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk