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StartseiteSternzeitHimmlisches Dreigestirn kommt zu spät 14.03.2017

Mond bei Jupiter und Spica Himmlisches Dreigestirn kommt zu spät

Gut zwei Wochen nach dem Ende der diesjährigen Karnevals-Session tritt auch am Himmel ein Dreigestirn der besonderen Art auf. Gegen 21 Uhr taucht im Osten zunächst der noch fast volle Mond auf, dicht gefolgt von Jupiter, dem größten Planeten im Sonnensystem. Eine knappe Stunde später erstrahlt auch Spica, der Hauptstern der Jungfrau, rechts unterhalb des ungleichen Paares.

Von Hermann-Michael Hahn

Das himmlische Dreigestirn aus Mond, Jupiter und Spica kurz nach dem Aufgang heute Abend (Stellarium)
Das himmlische Dreigestirn aus Mond, Jupiter und Spica kurz nach dem Aufgang heute Abend (Stellarium)

Folgte man dem kölnischen Brauchtum, dann wäre der Mond der himmlische Prinz Karneval, Jupiter der Bauer und Spica wäre natürlich die Jungfrau, die in Köln aber traditionell von einem Mann verkörpert wird.

Nach antiker Sichtweise markiert Spica die Kornähre, welche die Jungfrau als Symbol der Fruchtbarkeit in ihren Händen hält.

Anfangs steht der Mond sehr dicht neben Jupiter. Das himmlische Dreigestirn bildet nach dem Aufgehen ein spitzes Dreieck. Morgen früh, wenn die drei in der aufkommenden Morgendämmerung über dem Westhorizont verblassen, ist der Mond ein gutes Stück nach links gewandert und das Dreieck ist deutlich weiter.

Natürlich stehen alle drei Himmelskörper nur scheinbar nebeneinander. Ihre Entfernungen zur Erde sind sehr verschieden. Vom Mond bis zur Erde braucht das Licht gut eine Sekunde, von Jupiter rund 38 Minuten, und das Licht der Spica war etwa 250 Jahre unterwegs bis zu uns.

Wenn die drei sich in rund vier Wochen das nächste Mal am Himmel begegnen, werden die Entfernungen zur Erde kaum anders sein - aber die Konstellation sieht dennoch anders aus: Die drei bilden dann für einige Stunden ein rechtwinkliges Dreieck.

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