Samstag, 16.12.2017
Startseite@mediasres"Lustvoll" über die Schmutzkampagne berichten05.10.2017

Österreichs Wahlkampf und die Medien"Lustvoll" über die Schmutzkampagne berichten

Kurz vor der Parlamentswahl in Österreich liegt die aktuell regierende SPÖ in Umfragen weit zurück. Ein Grund: eine jüngst öffentlich gewordene Schmutzkampagne gegen ÖVP-Chef und Außenminister Sebastian Kurz. Ein Gespräch mit Harald Fidler vom "Standard" über den medialen Umgang damit.

Harald Fidler im Gespräch mit Sebastian Wellendorf / Text: bor (mit dpa)

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Die Bundesgeschäftsstelle der Sozialdemokratischen Partei Österreichs mit dem Logo SPÖ. (dpa/PictureAllianz/Marijan Murat)
Der SPÖ werden aktuell rund 25 Prozent bei der Parlamentswahl vorausgesagt. (dpa/PictureAllianz/Marijan Murat)
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Der Medienjournalist Harald Fidler macht zwei Lager innerhalb der Medien aus: Beim einen entstehe der "Eindruck, dass sie das Material sehr lustvoll verwenden und freudig aufnehmen". Bei anderen wiederum sei offenbar Zurückhaltung geboten: "Es gibt auch welche, deren Geschäftsführer sagen, es wäre für unser Medium besser, wenn die Volkspartei in der Regierung bliebe, sonst müssen wir Monat für Monat mit weniger Inseraten." Dabei geht es Fidler zufolge um sechsstellige Summen.

Wie das Magazin "profil" und die Zeitung "Die Presse" berichteten, soll der in Israel vorübergehend festgenommene ehemalige SPÖ-Berater Tal Silberstein sowohl hinter der rassistischen Facebookseite "Die Wahrheit über Sebastian Kurz" als auch hinter der vorgeblichen Fanseite "Wir für Sebastian Kurz" stehen. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe trat der Geschäftsführer der Sozialdemokraten, Georg Niedermühlbichler, zurück. Zugleich betonten er und SPÖ-Chef Christian Kern, Silberstein habe die Facebook-Gruppen ohne Kenntnis der Parteiführung organisiert.

Am 15. Oktober können rund 6,4 Millionen Österreicher ein neues Parlament wählen. Der 31-jährige Kurz führt in Umfragen deutlich vor dem 51 Jahre alten Regierungschef Kern.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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