• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen
StartseiteSport AktuellKenia droht mit Rückzug seiner Läufer wegen Zika-Virus09.02.2016

Olympia in RioKenia droht mit Rückzug seiner Läufer wegen Zika-Virus

Kenia hat damit gedroht, seine Athleten nicht zu den Olympischen Spielen in Rio zu schicken. Nur wenn es keine Ansteckungsgefahr wegen des Zika-Virus gebe, würden die Athleten anreisen, so der Chef des kenianischen Olympischen Komitees.

Von Linda Staude

Man sieht Menschen in gelben Schutzanzügen mit Geräten für die Desinfektion. (picture-alliance / dpa / Marecelo Sayao)
Einsatzkräfte desinfizieren das Sambadrom in Rio wegen des Zika-Virus. (picture-alliance / dpa / Marecelo Sayao)
Mehr zum Thema

Epidemie Schnelltests für Zika-Viren weltweit gefragt

Zika-Virus Auch Deutschland gefährdet?

Zika-Virus Costa Rica kämpft gegen die Mücken

WHO-Sprecher Lindmeier: Zika ist "schlicht nicht auf dem Radar gewesen"

Zika-Virus Alarmismus vermeiden

WHO Das Zika-Virus auf Weltreise

Zika-Virus WHO erklärt weltweiten Gesundheitsnotstand

Kenia hat damit gedroht, seine Spitzenläufer von den Olympischen Sommerspielen in Rio zurückzuziehen. Voraussetzung für ihre Teilnahme sei die Gewissheit, dass sie keinesfalls einer Ansteckung mit dem gefährlichen Zika-Virus ausgesetzt werden. Kipchoge Keino, früher selbst ein Marathon-Star und heute Chef des kenianischen Olympischen Komitees, sagte wörtlich:

"Selbstverständlich werden wir das Risiko nicht eingehen, kenianische Athleten dorthin zu schicken, falls die Ausbreitung des Virus sich zu einer Epidemie entwickelt."

Athleten kommen nur, wenn es keine Ansteckungsgefahr gibt

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken übertragen und steht in Verdacht, bei Erwachsenen eine Nervenkrankheit mit dauerhaften Lähmungen zu verursachen. Bei Schwangeren kann eine Infektion zu Schädelfehlbildungen beim ungeborenen Kind führen.

Kenia habe klargemacht, so Keino weiter, dass seine Athleten nur dann nach Rio kommen werden, wenn alle Veranstaltungsorte ganz sicher frei sind von jeder Ansteckungsgefahr.

Kenianische Läufer gehören zu den besten der Welt

Eine Absage wäre ein schwerer Verlust für Olympia, da vor allem die kenianischen Mittel- und Langstreckenläufer zu den besten der Welt gehören und zuletzt bei den Weltmeisterschaften 2015 die meisten Medaillen abgeräumt haben.

Das Internationale Olympische Komitee hat unterdessen versichert, dass es alles dafür tun werde, die Gesundheit aller Teilnehmer zu garantieren. Die Bedingungen dafür seien günstig, da die Spiele Anfang August stattfinden werden – mitten im brasilianischen Winter.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk