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StartseiteBüchermarktRückkehr in die verschollene Geschichte16.12.2007

Rückkehr in die verschollene Geschichte

Buch der Woche: "Mein Prag" von Peter Demetz

Der Literaturwissenschaftler Peter Demetz, vor kurzem 85 Jahre alt geworden, ist einer der letzten Zeugen einer Kultur, die aus dem Neben- und Miteinander der Tschechen, Deutschen und Juden entstanden ist. Adolf Hitler hat diese Lebensart einer ungeteilten Vielheit liquidiert, indem er das Land okkupierte und die Juden ausrottete, die Tschechen haben die Deutschen 1945 als Folge der Überwältigung ihres Landes vertrieben. Die lebendige Wirklichkeit dieser Vielvölkerdemokratie, im letzten Jahrhundert aufgeblüht und annulliert, kann nur als Traum oder in der Erinnerung wiederhergestellt werden.

Von Wilfried F. Schoeller

Blick über die Altstadt von Prag (AP Archiv)
Blick über die Altstadt von Prag (AP Archiv)

Peter Demetz hat sich in seinen späten Jahren diesem Werk der Rückkehr verschrieben. Nachdem der in Yale lehrende Germanist 1991 emeritiert worden war, nahm er schreibend seine Heimat Böhmen und Prag auf die Rechnung. Zu diesem Werk gehört das Buch "Prag in Schwarz und Gold", das in sieben Kapiteln einen riesigen Zeitbogen über die Stadt, ihre Abgründe und ihre Paradoxa spannt, und die Essaysammlung "Böhmen, böhmisch", die sich an Gestalten und Szenen verschollener Geschichte orientiert. Das neue Buch, schon im Titel als "Mein Prag" als ein besonders persönliches angezeigt, fasst "Erinnerungen" zusammen, bringt geschichtliche Streifzüge und familiäre Szenerien unter eine Klammer. Der Gelehrte und der Autobiograf haben das Wort, wenn auch in säuberlich voneinander getrennten Partien. Die beiden Rollen weisen sich durch unterschiedliche Schrifttypen aus, der Familienchronist hat die zartere Schrift gewählt, der Zeithistoriker bevorzugt kräftigere Buchstaben.

"Ich möchte das, was ich hier vorhabe, als den mehr oder minder unmöglichen Versuch bezeichnen, einen öffentlichen Bericht über die Prager Gesellschaften während der Okkupation und zugleich meine private Geschichte vorzulegen. Bei der Darstellung von Politik und kulturellem Leben im Protektorat halte ich mich an die Vorgehensweise des Historikers, ohne jedoch meine persönlichen Erlebnisse auszuklammern. Ich nehme meine Zuflucht zu einem Perspektivwechsel, auch wenn er noch so abrupt und übergangslos ist."

Peter Demetz widmet sich der katastrophischen Zeit zwischen 1939, als Hitlers Armee das Land besetzte, und den ersten Nachkriegsjahren, als ein Neuanfang unter Eduard Benes für kurze Zeit möglich schien, bis die kommunistische Machtübernahme den Glauben an eine demokratische Republik hinwegfegte.

"Nach dem kommunistischen Putsch im Februar 1948 mussten wir gehen; und während wir früher im Scherz diskutiert hatten, was für ein Auto wir im großen Westen erstehen würden (Hanna wollte einen roten Sportwagen, ich einen dunkelgrünen), ging es jetzt darum, wie wir es anstellen sollten, das Land zu verlassen, ohne erwischt und zu sieben Jahren Zwangsarbeit verurteilt zu werden."

Peter Demetz war 17, als die Wehrmacht kam, und 27, als er aus dem regierenden Stalinismus emigrierte - nach den Regeln einer sardonischen Ironie des Schicksals zunächst in ein Land, in dem wiederum Deutsch gesprochen wurde. Bis zu diesem Datum reicht das Darstellungsdoppel. Es hat ein offenes Ende: Fortsetzung könnte folgen. Demetz weiß sich seinen tschechischen, deutschen und jüdischen Wurzeln verpflichtet, geschrieben aber ist das Buch auf Englisch, gleichsam in der Beobachtersprache. Ungemein eindringlich erzählt er von den handelnden und den ausführenden Personen dieser Jahre: von den tschechischen Politikern, die das Geschäft der Kollaboration betrieben oder betreiben mussten, und von Hitlers Handlanger wie Konstantin von Neurath, Heydrich und Frank, den sogenannten "Reichsprotektoren". Emil Hachá, der nominelle Präsident der Republik, dessen Bewertung als Kollaborateur festzustehen scheint, wird in einem sorgsamen Porträt vor allem als ein von Hitler übertölpelter Gentleman der alten Schule gezeichnet:

"Doch das Drama im März 1939, in dem Hitler, der heimtückische Zerstörer aller gesetzlichen und menschlichen Ordnung, und Emil Hachá, oberster Richter und Anwalt seiner Nation, einander gegenüberstanden, hat eine Shakespearesche Dimension, in der Tragödie und grausamste Ironie nicht fehlen; und je mehr ich aus Vit Macháleks resolut defensiver Biographie über Hachás Vorzüge und über seine Blindheit, seine Hartnäckigkeit und sein hilfloses Selbstmitleid erfahren habe, desto mehr bin ich geneigt, die Seelenstärke des alternden Juristen anzuerkennen, der versuchte, weniger den Staat als seine Nation zu retten (wie er sagte), und ihm, der in seinen letzten Lebensjahren im Schloss der tschechischen Könige akute physische und psychische Veränderungen erlitt, Mitgefühl entgegenzubringen."

Demetz entwirft ausgesprochen nuancierte Porträts: gerade dort, wo das Urteil wie eine eherne Tatsache feststeht, präpariert er aus den Einzelheiten, aus der physiognomischen Nahsicht auf das Geschehen, Ambivalenzen und Widersprüche heraus. Er hat ein Sensorium für den Ausdruck historischer Szenen.

Er beschreibt nicht ohne ein Gran Anteilnahme den ersten Reichsprotektor Konstantin von Neurath, schildert seinen Weg in die Diplomatie, sein Zaudern und seine Bereitschaft, sich überreden zu lassen von denen, die ihn missbrauchen wollten: von Hindenburg und Hitler. Als erster "Reichsprotektor" lässt er sich drängen und schieben und wird dann entmachtet.

Ins Spiel gebracht wird der jähe Einbruch der Okkupation in die Sphäre der Familie:

"Für mich begann das Dritte Reich damit, dass jemand draußen vor unserer Wohnung in Brünn, der mährischen Hauptstadt, rief: ‚Herr Pol(l)ak, hängen S' die Fahne raus, die Daitschn sind da.'"

Seine Familie war diversen Traditionen verpflichtet. Der Vater verstand sich als Deutscher, stammte seinerseits von Bauern aus dem Südtiroler Grödnertal ab; sie sprachen ladinisch. Die Mutter war eine tschechische Jüdin. Ihre Vorfahren hatten sich in Böhmen angesiedelt, waren aber wegen des ländlichen Antisemitismus nach Prag übersiedelt. Die schöne und elegante Mutter betrieb einen Modesalon, den Vater zog es, um den Preis der Scheidung, zum Theater, in die Literatur und zu den jungen Schauspielerinnen. Er brachte es in Prag als Regisseur moderner, vor allem expressionistischer Stücke zu einiger Berühmtheit, schrieb täglich Lyrik; Liebesgedichte an seine Frau veröffentlichte er regelmäßig im "Prager Tagblatt". Mit den deutschen Nationalisten hatte er nichts im Sinn: Immer wieder geriet er mit ihnen in Verwicklungen. 1933 wurde sein Vertrag nicht verlängert, er verschwand aus dem familiären Umkreis, schlug sich in Berlin durch, entzog sich in der letzten Phase des Krieges dem Volkssturm, indem er in einen Bombentrichter sprang und sich beide Beine brach:

"Und ließ sich von seiner Freundin von Berlin in ein Prager Krankenhaus bringen, wo ihn seine tschechischen Mitpatienten und die Ärzte, sorgfältig bandagiert und zum Schein auch dann noch auf Krücken, als sie schon längst nicht mehr nötig waren, als eine Art Maskottchen des anständigen Deutschen behielten, bis der Maiaufstand ausbrach du er, leicht hinkend, die sieben Minuten über den Karlsplatz nach Hause ging, ein pikaresker Held seiner Zeit."

Nicht immer geht Demetz mit seinem Vater nur ironisch um; es fehlt nicht an bitteren Sottisen über ihn. Aber der Vater ist denn doch auch bei den absurdesten Episoden zur Stelle, um wieder jäh zu verschwinden - eine Art steter Überraschungsgast in der Biographie seines Sohnes.

Peter Demetz verließ vorzeitig die Schule:

"In ganz Europa und nun auch in Afrika bekämpften sich Gesellschaften und Nationen, und ich fand es absurd, im Klassenzimmer zu sitzen, um Catull zu übersetzen und alles über J.K. Tyls Theaterstücke zu erfahren, die hundert Jahre zuvor für Biedermeier-Liebhaber entstanden waren. Eines Tages blieb ich in störrischem Protest gegen die Geschichte, oder vielmehr meinen zweifelhaften Platz darin, einfach der Schule fern."

Peter Demetz, "Halbjude" nach dem nazistischen Jargon, war demnach auch "Halbdeutscher". Er ging, dienstverpflichtet, 1941 als Fremdarbeiter nach Deutschland ein und hoffte damit, seinen prekären Status leichter vertuschen zu können. Vom Vater zurückgerufen und mit harmlos klingenden Papieren ausgestattet, wurde er in einer Prager Buchhandlung angestellt. Ein Schwejk mischt sich in die Erzählung:

"Wir arbeiteten also unter dem wachsamen Blick der Chefin und aufs Überleben bedacht, denn die sogenannte Belegschaft bestand aus zwei amtlich beglaubigten Halbjuden, einem Wiener und einem Einheimischen, und drei Tschechen - Josef, dem Ladendiener, einer Buchhalterin (die anscheinend kein Badezimmer zu Hause hatte, denn sie verbrachte Stunden damit, sich in der Toilette des Ladens schönzumachen) und einem tschechischen Lehrmädchen, das noch nie ein Buch gelesen hatte, auch nicht in seiner Muttersprache. Wir waren also nicht sehr germanisch artgerecht. Hinten im Büro saß Herr Glass aus Wien, mit stahlblauen Augen und einer jüdischen Mutter, und stellte mit Lineal und Feder kalligraphisch Rechnungen und Lieferscheine aus (eigentlich eine Figur von Charles Dickens oder Heimito von Doderer); und ich, beinahe dito, aber ohne blaue Augen und in allerdings exponierterer Stellung vorn am Ladentisch, dem Dienst am Kunden obliegend."

Röntgenblicke auf die Kunden sind nötig, um zu ermitteln, ob verbotene Ware wie die von Heinrich und Thomas Mann, Alfred Döblin oder Franz Kafka aus dem Antiquariatskeller ans Tageslicht befördert werden darf. Gelegentlich tippt der Büchernarr eigene Samisdat-Verse für einen winzigen Kreis. Eingeschoben sind drei Erinnerungsminiaturen. Die eine gilt dem tschechischen Lyriker Jirí Orten, der, bewundert wegen seiner frühgenialischen Gedichtbände, mit 22 Jahren infolge eines Verkehrsunfalls starb und dem das Schicksal erspart blieb, den Judenstern tragen zu müssen. Die andere bezieht sich auf Milena Jessenska, die weitaus mehr verkörperte als eine Amouren-Episode im Leben Kafkas; eine dritte ist dem Jugendfreund Hans W. Kolben gewidmet, der mit zwanzig Jahren in einem KZ an Typhus starb. Demetz zitiert einige Gedichtzeilen von ihm und man kann ahnen, welche Begabung damals unterging.

Anfang Oktober 1941 kam Heydrich nach Prag. Schon am 10. Oktober rollten Deportationszüge, erst nach Lodz, dann nach Theresienstadt. Heydrich wollte den tschechischen Widerstand brechen, spielte die Arbeiterschaft gegen die Intellektuellen aus und wurde von tschechischen Attentätern, die aus London eingeflogen worden waren, umgebracht. Demetz zeichnet ihre abenteuerlichen Wege nach, aber er geht mit diesem Anschlag hart ins Gericht, indem er ihn mit den Konsequenzen konfrontiert: Hitler befahl Massenerschießungen und die Ausrottung der Bevölkerung von Lidice.

Ein bewegendes Porträt gilt einem sudetendeutschen Mädchen, das der Junge in der Buchhandlung kennen gelernt hatte. Aus sechzigjährigem Abstand wird eine unmögliche Liebe zwischen dem bedrohten tschechisch-jüdischen Jungen und dem katholischen Mädchen gezeichnet.

"In einem anderen Jahrhundert oder auf einem anderen Planeten hätten wir uns (hoffte ich) von Anfang an den Händen halten oder tief in die Augen blicken können, doch die Zeit, in der wir lebten, war gegen uns, und so war sie fast zwei Jahre lang meine Freundin, ohne je meine Freundin zu sein. Die ersten drei Wochen waren die schrecklichsten von allen, weil ich ihr nicht zu gestehen wagte, dass ich nach den Gesetzen ihres und meines Landes Halbjude sei, doch als ich mich dann doch dazu durchrang - mit starrem Blick in die Ferne -, war sie erstaunlich gelassen und sagte, eine Mitschülerin habe ähnliche Schwierigkeiten gehabt, ehe sie von der Schule verwiesen worden sei, und sie habe schon so etwas vermutet, weil ich keine Uniform trüge und auch nichts von einer baldigen Einberufung zum Militär erwähnt hätte."

Es ist eine Liebe auf Bewährung: selbstverständlich sind gemeinsame Ausflüge, aber ebenso selbstverständlich ist die Gefahr der Entdeckung, ist die Scheu, die Liebe zu vollziehen, ist eine Wanderung in der Nähe von Theresienstadt, ist diese zarte Beziehung auf dünnstem Eis. Sie endete 1943: Peter Demetz kam ins Lager, seine Waltraut wurde 1945 von einer Bombe getötet.

Ein mit Namen und Titeln verschwenderisch ausgestattetes Kapitel enthält die Chronik der Barrandov-Filmstudios und ihre Produktionen unter der Okkupationszeit; Anny Ondra, die spätere Frau Max Schmelings, und Lída Baarová, die Geliebte von Goebbels, irrlichtern durch den Set. Václav und Milos Havel, Vater und Onkel des späteren tschechischen Präsidenten Havel, leiten die Studios und geraten später zwangsläufig in Konflikte mit den Nazis, als die UFA in Berlin bombardiert wurde und Goebbels die Produktion der deutschen Spielfilme nach Prag verlegen ließ. Vom Kino und vom Jazz kann der Chronist nicht genug bekommen. Demetz arbeitet sich durch ein Dickicht aus Zahlen, Statistiken, Titeln und Akteuren.

Die Großmutter, eine Tante und die Mutter werden im Juni/Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. In einer gespenstischen, albtraumartigen Szene begleitet sie der Junge, der keinen Judenstern trägt, zum Sammelplatz, einer Prager Halle. Die Großmutter wird bald sterben; sie drehte sich zur Wand und verstummte. Die Mutter starb im Juni 1943 im Alter von 51 Jahren. Erst Jahre nach dem Krieg erfuhr er von einer Leidensgefährtin die näheren Umstände ihres Todes:

"Sie erzählte mir, dass sie monatelang einen Strohsack mit meiner Mutter geteilt und alle meine Nachrichten und meine wenigen Gedichte gelesen habe, und wie glücklich meine Mutter über einen gelegentlichen Brief von zu Hause gewesen sei. [...] Später erfuhr ich, dass die irdischen Überreste meiner Mutter verbrannt, als Asche in einem Pappkarton verwahrt und nach einer Weile in den nahen Fluss Eger geworfen worden waren, und ich stelle mir immer vor, dass die Eger sie in die mächtige Elbe mitnahm und deren Wasser sie in die freie Weite des Atlantiks trug."

Er selbst wird noch im Oktober 1944 in ein "Mischlingslager" nach Polen verschleppt, muss im Steinbruch schuften, erlebt eine Gefängnisodyssee, als ihn die Prager SS wegen konspirativer Tätigkeit zum Verhör anfordert, wird aber Anfang 1945 wieder "auf Transport" geschickt. In einem Wald nahe der sächsischen Grenze muss er Holz schlagen.

"Es ist schwer zu sagen, wann wir Halbjuden und Gelegenheitsholzfäller wirklich wieder frei waren - im Grenzgebirge kam die Veränderung fast schleichend und Tag für Tag, es gab keine Kulissen in Technicolor, keine einrollenden Panzer, keine Musik und keine befreiten Menschen, die einander um den Hals fielen. Wir wussten, wenn auch nur vage, durch Radiomeldungen aus zweiter und dritter Hand, dass das Regime in Auflösung begriffen war und die Alliierten von allen Seiten siegreich einmarschierten."

Von der Ungewissheit und den Spekulationen, wie gefährlich dieses Ende der Okkupation sein könne, springt der Bericht über in die Schilderung des Prager Aufstands vom 5. bis 9. Mai 1945. Demetz wiederholt nicht die historische Legende von der kommunistischer Leitung der Erhebung, sondern stellt sie als ein Ereignis dar, das die tschechische Exilregierung unter Benes ebenso überrollte wie die Kommunisten. Demetz schildert die Gräuel der Tschechen, die Deutsche unterschiedslos verfolgten, äußert den Schmerz darüber, dass "Masaryks Nation" unmittelbar nach dem Krieg den Gedanken der Kollektivschuld übernahm:

"Das Ende der Okkupation war der Beginn der Vertreibung der deutschen Zivilisten, sofern sie die ersten Stunden und Tage blinder Rache überlebt hatten. Eine alte Frau wurde aus dem Fenster gestürzt, ein Musiker, Mitglied eines deutschen Orchesters auf Tournee, wurde auf der Straße erschlagen, weil er nicht Tschechisch konnte, andere, die nicht alle der Gestapo angehört hatten, wurden aufgehängt, mit Benzin übergossen und angezündet wie lebende Fackeln; wütender Mob durchstreifte Krankenhäuser, um dort leichte Opfer zu finden (wie zum Beispiel den tschechischen Patienten, der nach seinen Papieren zu urteilen im Sudetenland geboren war; das war der Vater des Schriftstellers Michal Mares), und von Mai bis Mitte Oktober verzeichneten offizielle Statistiken 3795 Selbstmorde von Deutschen in Böhmen."

Im Persönlichen wahrt Peter Demetz seine Distanz, in der Schilderung der Zeitgeschichte lässt er sich weder seine subtile Musterung noch seine abwägende Objektivität abhandeln. Welche Einsichten enthalten diese Erinnerungen eines altmodisch allwissenden Erzählers? Die eine gewiss: wenn seine Maßstäbe in die Politik übertragbar wären, stünde es - mit dem Wissen um die zurückliegenden Katastrophen - um das deutsch-tschechische Verhältnis viel besser.

Peter Demetz, Mein Prag. Erinnerungen 1939 bis 1945.
Aus dem Englischen von Barbara Schaden
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2007

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