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StartseiteKulturfragenAuseinandersetzung mit Strategien der Macht16.07.2017

Salzburger FestspieleAuseinandersetzung mit Strategien der Macht

"Festspiele haben auch eine Haltung einzunehmen", sagte Markus Hinterhäuser im Dlf. Er ist der neue Intendant der Salzburger Festspiele, die in der kommenden Woche starten. In Mozarts "Clemenza di Tito" sieht er eine profunde musikalische Auseinandersetzung mit Strategien, Zumutungen und Grausamkeiten der Macht.

Markus Hinterhäuser im Gespräch mit Karin Fischer

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Das Bild zeigt Markus Hinterhäuser, sitzend in einem Zuschauersaal mit violetten Samitsesseln (Salzburger Festspiele / Franz Neumayr)
Der Intendant und Pianist Markus Hinterhäuser (Salzburger Festspiele / Franz Neumayr)
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Die Salzburger Festspiele sind das größte Festival der Welt. In fünf Wochen werden hier 225.000 Karten umgesetzt, rund 3.000 Menschen sind im Sommer hier beschäftigt. Das Publikum kommt aus aller Welt, die Karten sind teuer. Dennoch findet Markus Hinterhäuser, der neue Intendant: "Die Salzburger Festspiele sind definitiv ein Festival der Künste. Und nichts anderes."

Markus Hinterhäuser ist kein Unbekannter in Salzburg: In der Intendanz von Gérard Mortier hat er überaus erfolgreich das "Zeitfluss"-Festival etabliert; in der Ära Jürgen Flimm verantwortete er das Konzertprogramm der Salzburger Festspiele; er leitete 2011 die Festspiele als Interimsintendant, und war von 2014 bis 2016 Intendant der Wiener Festwochen. Im Juni wurde ihm in Graz der Mortier-Award für Musiktheater verliehen, für seine "innovative Programmpolitik, die seit mehr als zwei Jahrzehnten den Musikbetrieb bereichert".

"Die ausstrahlungskräftigsten und größten Festspiele der Welt"

Im Deutschlandfunk beschrieb er die Salzburger Festspiele als "ganz unzweifelhaft die ausstrahlungskräftigsten und größten Festspiele der Welt". Wie die Stadt seien auch die Festspiele geprägt von einer Dialektik aus Intimität und Weltoffenheit, die auch den Charme der Festspiele ausmachten.

Festspiele hätten allerdings auch eine Haltung einzunehmen: "Der Umgang mit großen Kunstwerken, die uns die Möglichkeit geben, unsere Welt zu lesen; der Vorgang, dass man Werke überprüft daraufhin, was sie uns zu geben haben heute – diese Überprüfung hat auch eine Überprüfung der gesellschaftlichen Situation zur Folge".

Zu den Salzburger Festspielen gehört Hugo von Hofmannsthals "Jedermann" ebenso wie Wolfgang Amadeus Mozart. In diesem Jahr wird es eine Neuinszenierung mit Tobias Moretti als "Jedermann" geben. Hinterhäuser verspricht einen "gegenwärtigen, nicht zeitgenössischen" "Jedermann".

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