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StartseiteLange NachtSpanier ohne Vaterland08.11.2014

Spanier ohne Vaterland

Eine Lange Nacht über die iberischen Juden und ihre Nachfahren

1492 segelt Christoph Kolumbus in die neue Welt. Im gleichen Jahr erlässt das katholische Königspaar auf der iberischen Halbinsel ein Ausweisungsedikt: Juden, die nicht zum Christentum konvertieren wollen, müssen Spanien verlassen. Tausende Juden gehen in die Diaspora.

Von Antje Hinz

Ein kunstvoll gefertigter Behälter für Gesetzestafeln der Sephardim. Sephardim werden die Juden genannt, die 1492 Spanien verlassen mussten. (picture-alliance / dpa / Wimmer)
Ein kunstvoll gefertigter Behälter für Gesetzestafeln der Sephardim. Sephardim werden die Juden genannt, die 1492 Spanien verlassen mussten. (picture-alliance / dpa / Wimmer)

Die Nachfahren der iberischen Juden, die Sepharden, bleiben der Kultur und Sprache ihrer Heimat, Spanisch und Portugiesisch, treu. Sie befruchten die Kultur ihrer neuen Lebensorte, z.B. mit dem Buchdruck, dem Synagogenbau und der Grabkunst. Die ›Lange Nacht‹ geht der Frage nach, wie das geografische Umfeld den Alltag und die Kultur der Sepharden, ihre Feste und Identität geprägt hat, über ständige Verfolgung, Ausgrenzung und die Grauen der Shoa hinweg bis zu den Migrationswegen in heutigen Tagen.

Eingebettet in sephardische Musik gibt es Begegnungen mit dem iberisch-jüdischen Philosophen Moses Maimonides, dem Religionskritiker Baruch de Spinoza, den Dichtern Jehuda ha-Levi und Ibn Esra sowie sephardischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, dem Liedermacher Georges Moustaki und den Literaten Elias Canetti und Mario Levi.

 

Manuskript: Spanier ohne Vaterland - Eine Lange Nacht über die iberischen Juden und ihre Nachfahren

Die jüdische Diaspora, die Zerstreuung der Juden in weite Teile der Welt, beginnt lange vor unserer Zeitrechnung. Babylonier und Römer vertrieben die Juden aus Palästina. An ihren neuen Lebensorten werden sie ausgegrenzt und verfolgt, nicht nur die deutschen und osteuropäischen Juden, die Aschkenasen, sondern auch die iberischen Juden und deren Nachfahren, die "Sefarden".

In der Heiligen Schrift verweist der biblische Ort "Sefarad", hebräisch "Sfarad", auf die Iberische Halbinsel. Doch erst nach der Ausweisung der Juden aus dem heutigen Spanien nennen sich die von dort stammenden Juden "Sefarden", hebräisch "Sfardim". Unter ihnen sind bekannte Namen: der Literaturnobelpreisträger Elias Canetti, der Liedermacher Georges Moustaki, der Pianist Murray Perahia und Yitzhak Navon, der zwischen 1978 und 1983 Präsident Israels war. Aus früheren Zeiten sind die Dichter Jehuda ha-Levi und Ibn Esra zu erwähnen sowie die Philosophen Moses Maimonides und Baruch de Spinoza. Heute liegen die größten sefardischen Gemeinden in Israel, Lateinamerika und Frankreich, in den USA und der Türkei. Doch welche Geschichte und welche Ereignisse haben die Sefarden geprägt?

Als Christoph Kolumbus 1492 unter spanisch-kastilischer Flagge in die neue Welt segelt, erlässt das katholische Königspaar, Ferdinand und Isabella, im gleichen Jahr ein Ausweisungsedikt: Juden, die nicht zum Christentum konvertieren wollen, müssen Kastilien und Aragón verlassen. Tausende Juden flüchten. Eine Gruppe geht über Portugal in den Norden Europas. Ein anderer Teil setzt sich über Gibraltar nach Nordafrika ab. Die Mehrheit findet im Osten des späteren Osmanischen Reiches eine neue Heimat. Sogar in die Neue Welt brechen die Sefarden auf: nach Brasilien, Curaçao, New York und Surinam. Egal wo sie sich niederlassen, sie fühlen sich weiterhin der Kultur und Sprache ihrer Heimat verbunden: Spanisch und Portugiesisch.

Zu einem wichtigen Zentrum jüdisch-sefardischer Kultur wird Saloniki, das heute griechische Thessaloniki. Die damals multikulturelle Stadt erblüht ab Mitte des 16. Jahrhunderts zum "Jerusalem des Balkans" mit Geschäften, Schulen, Bädern und Synagogen. Die Stadt wird zur Drehscheibe des internationalen Handels. Verbunden durch familiäre Bande und eine gemeinsame Sprache verfügen die Juden über hervorragende Netzwerke auf dem Balkan. Sie handeln mit Stoffen und Waffen, verleihen Geld und drucken Bücher.

Auch in Nordeuropa erhoffen sich die Juden religiöse Freiheit. Die Marranen, die zwangsgetauften Juden aus Portugal, lassen sich in den nördlichen Metropolen Hamburg und Amsterdam nieder. Viele Neuchristen wollen zum Judentum zurückkehren. Im Zentrum von Amsterdam wächst das jüdische Viertel und befruchtet die Kunst. Dem Maler Rembrandt sollen Juden Modell für biblische Gestalten gestanden haben. Er portraitiert auch den jüdischen Verleger Menasse ben Israel, der die erste hebräische Druckerei der Niederlande gründete.

Überall befruchten die Sefarden den Alltag: mit Buchdruck, Synagogenbau und Grabkunst und gegenwärtig mit Romanen, Comics und Musik. Über das Internet und die sozialen Netzwerke befinden sich die Sefarden weltweit in regem Austausch. Nur die Zahl derjenigen, die Judenspanisch sprechen, ist rapide gefallen, auf weltweit rund 25.000 Sprecher, wie der Sprachwissenschaftler und Sefarden-Experte Michael Studemund-Halévy schätzt. Die Nazis haben etwa 160.000 Sefarden ermordet und damit auch ihre Sprache fast völlig ausgelöscht. Judenspanisch ist heute eher ein Betätigungsfeld für Wissenschaftler.  

Die Lange Nacht spürt der Frage nach, wie das geografische Umfeld das Leben und die Kultur der Sefarden geprägt hat, über die ständige Verfolgung, Ausgrenzung und die Grauen der Shoa hinweg bis zu den Migrationswegen in heutigen Tagen.

Antje Hinz
Sefarad hören
Eine jüdische Zeitreise

Audio-CD
Geschichte, Kultur und Musik der sefardischen Juden von ihren Anfängen auf der Iberischen Halbinsel über ihre Vertreibung ab 1492 in die Diaspora bis zu den Migrationswegen der Gegenwart, mit über 40 Musik-Beispielen aus dem jeweiligen Kulturkreis, kün. 80 Min. Gesprochen von Moll, Anne . Länder hören - Kulturen entdecken Beil.: Beih. (16 S.) 105g Enhanced Content , in deutscher Sprache.
2014 Silberfuchs-Verlag

1492: Christoph Kolumbus segelt in die neue Welt. Im gleichen Jahr erlässt das katholische Königspaar auf der Iberischen Halbinsel ein Ausweisungsedikt. Juden, die nicht zum Christentum konvertieren wollen, müssen Kastilien und Aragón verlassen. Tausende gehen in die Diaspora. Die Nachfahren der iberischen Juden, die Sefarden , bleiben der Kultur und Sprache ihrer Heimat, Spanisch und Portugiesisch, treu. Sie befruchten die Kultur ihrer neuen Lebensorte. In Italien und im Osmanischen Reich führen sie den Buchdruck ein und sind geschätzte Ärzte und Finanziers der Sultane. Die zwangsgetauften Juden, die Marranen, die später Portugal verlassen, siedeln sich in Amsterdam, Hamburg und von dort aus in der Neuen Welt an. Hier prägen sie vor allem den Synagogenbau und die Grabkunst.

Die ARD-Kulturjournalistin Antje Hinz spürt der Frage nach, wie das geografische Umfeld Alltag und Kultur der Sefarden, ihre Feste und Identität geprägt hat, über ständige Verfolgung, Ausgrenzung und die Grauen der Shoa hinweg bis zu den Migrationswegen in heutigen Tagen.

Eingebettet in jüdisch-sefardische Musik erzählt die Schauspielerin Charlotte Schwab von dem iberisch-jüdischen Philosophen Moses Maimonides, dem Religionskritiker Baruch de Spinoza, den Dichtern Jehuda ha-Levi und Ibn Esra sowie von sefardischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, dem Liedermacher Georges Moustaki sowie den Literaten Elias Canetti und Mario Levi.

 

Weblinks:

 

1) Wissenschaft und Forschung:

Michael Studemund-Halévy, docteur-ès-lettres sowie Dr. Anna Menny, Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg:

In der Bibliothek des IGdJ, die etwa 50.000 Bände umfasst, befinden sich auch Werke zur sefrdischen und spanisch-jüdischen Geschichte:

Initiatoren der International Sefardic Summer School in Sofia/Bulgarien:

Der Eduard-Duckesz-Fellow und das Institut für die Geschichte der deutschen Juden veranstalten in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Sofia seit September 2012 in Sofia/Bulgarien eine jährliche International Sefardic Summer School für Studenten der Judaistik, Geschichte, Romanistik und Slawistik.

Sefardiweb:

Eine Website, die von Paloma Díaz-Mas vom CSIC in Spanien koordiniert wird und wichtige Informationen zu aktuellen Forschungsprojekten, eine kommentierte Bibliographie sowie Materialien bereithält.

Centro Sefarad-Israel in Madrid: (D. Miguel De Lucas und Esther Bendahan)

Instituto Cervantes Hamburg: (Dr. Helena Cortés Gabaudan)

Red de Juderías: Ein Zusammenschluss spanischer Städte zur Bewahrung des architektonischen jüdischen Erbes. Das Netzwerk organisiert Veranstaltungen und bietet Reiserouten entlang der "Spuren Sefarads" an.

Museo Sefardí in Toledo: Das erste in Spanien gegründete Museum, das sich der spanisch-jüdischen Geschichte im Mittelalter widmet.

E-Sefarad

 

 

Publikationen in Judenspanisch:

Zeitung "El Amaneser"

Aki Yerushalayim

Ladino komunita

The Stroum Center for Jewish Studies, Washington - Sephardic Studies Program:

Courses with Visiting Professor David Bunis:

Sephardic Studies Event:

Übersetzerschule in Toledo, 1994 gegründet:

 

Medien:

 

Radio Sefarad

Raíces

Carta de Sefarad

Hörbuch / CD:

Antje Hinz: Sefarad hören – Eine jüdische Zeitreise. Sprecherin: Anne Moll. Silberfuchs-Verlag 2014.

 

 

Filme:

 

 - Der letzte Sefarde - El último sefardí

Alea TV presentiert von Dokumentarfilmer Miguel Angél Nieto, in 5 Teilen:

mit englischen Untertiteln:

in spanischer Sprache – komplett:

- "From Toledo to Jerusalem" mit Yehoram Gaon
(mit englischen Untertiteln)

Teil 1

Teil 2 

Teil 3

 

 

3) Architektur:

  

Jüdischer Friedhof in der Königstraße 10a in Hamburg-Altona:
1611 angelegt und kontinuierlich erweitert, der knapp 2 ha große Friedhof besteht aus einem sefardischen Teil (als "Sefarden" werden jüdische Einwanderer von der iberischen Halbinsel bezeichnet) und einem aschkenasischen Teil (als "Aschkenasen" werden deutsche Juden und Einwanderer aus Osteuropa und Russland bezeichnet). Nach Aussage namhafter Judaisten erhebt der Friedhof den Rang eines UNESCO Weltkulturerbes. Die beeindruckenden Grabmale werden kontinuierlich restauriert. 2007 hat die Stiftung Denkmalpflege Hamburg das Besucherzentrum Eduard Duckesz-Haus erbaut und ermöglicht regelmäßige Öffnungszeiten sowie Führungen durch qualifizierte Guides:

 

 

Sephardische Gemeinden und Synagogen in Berlin:

 

Sephardische Synagoge Lützowstraße 111 
Die sephardischen Juden waren aus Spanien und Portugal gekommen. Sie zählten im 19. Jahrhundert ungefähr 12 Personen in Berlin. 1905 war der "Israelitisch-Sephardische Verein zu Berlin e. V." mit ca. 500 Mitgliedern gegründet worden. Der Verein mietete auf diesem Grundstück von der Firma Wertheim eine größere Wohnung. Sie wurde zu einem Betsaal umgestaltet. Es kam dann - 1915 - noch eine Schule für rund 70 Kinder hinzu.

 

 

Synagoge Passauer Straße 2, Schöneberg 
Der "Religionsvereins Westen e. V." gründete sich 1894. Die Synagoge wurde als zweites Quergebäude auf dem Grundstück erbaut. Im Jahre 1906 wurde das Gotteshaus mit 300 Plätzen eingeweiht. Bis 1932 war Dr. Hartwig Carlebach hier der Rabbiner. Prof. Dr. Alexander Altmann (1906-1988), Dozent am Rabbinerseminar und Leiter der Religionsschule in der Passauer Straße, löste Carlebach ab und betreute u. a. diese Gemeinde und die in der Münchener Straße bis 1938. Im Jahre 1937 wurde die Synagoge von der Jüdischen Gemeinde übernommen. Am 9.11.1938 plünderten und zerstörten die deutschen Faschisten die Synagoge. Durch den Krieg wurde sie weiterhin beschädigt.

Jüdische Allgemeine

Jüdische Gemeinde zu Berlin

Sefardische Synagogen in Jerusalem

 

 Portugal – Marranen:

Out of Spain - die letzten Marranen in Belmonte in Portugal, erzählt u. a. von Yitzhak Navon, dem früheren Präsidenten Israels mit sefardischen Vorfahren:

 

 

Literatur

 

Jehuda ha-Levi: Zionide, zitiert nach Michael Sachs, Simon Bernfeld: Die religiöse Poesie der Juden in Spanien, Verlag M. Poppelauer, Berlin 1901

 

 

Georg Bossong, Die Sefarden: Geschichte und Kultur der spanischen Juden. Verlag C.H.Beck, München, 2008

 

 

Mark Wischnitzer: Die Juden in der Welt, Eich Reiss Verlag, Berlin 1935

 

 

Salomo Ibn Gabirol / Schlomoh Ibn-Gwiról, (1020-1057): Krone des Königtums, Hg. von Eveline Goodman-Thau und Christoph Schulte, eingeleitet, übersetzt und kommentiert von Christoph Correll, Nachwort von Karl E. Grözinger. Nachlesen

 

 

Abraham Ibn Esra, zitiert nach Mark R. Cohen: Unter Kreuz und Halbmond: Die Juden im Mittelalter, Beck-Verlag, München 2005

 

 

Moses Maimonides: Die Starke Hand, Vorschrift über die Umkehr in: "Mishne Torah" – "Wiederholung der Lehre" 5,1

 

 

Ausweisungsedikt der katholischen Könige Ferdinand und Isabella von 1492, zitiert nach Werner Steinbeiß: Sfarad: Die Musik der spanischen Juden

 

 

Brotgeschichte zitiert nach: Moses Hagiz: Mischnat ha-Hachamim. Die Gabe des ehemaligen Marranos, in: Judentum in Literatur und Kunst, Könemann Verlag, Köln 1995

 

 

Rabbi Michael Laitman: Kabbala. Ein erster Einblick in die verborgene Weisheit. Hg. und übersetzt von Peter Staaden, Roman Kovar Verlag, 2002 (mit begleitender Musik-CD "Kabbalah Melodies")

 

 

Samuel Usque: "Consolação às Tribulações de Israel", nachererzählt nach Christina Liebl: Jüdisch-spanische Identität in narrativen Texten sephardischer Autoren des 20. und 21. Jahrhunderts, University of Bamberg Press, 2012

 

 

Samuel Usque, zitiert nach Niki Eideneier (Hg.), "Die Sonnenblumen der Juden. Die Juden in der neugriechischen Literatur", Verlag Romiosini, Köln 2006.

 

 

Heinrich Heine über Baruch de Spinoza, in: Die romantische Schule. Sämtliche Werke 3, Artemis+Winkler 1996

 

 

Bittschrift der jüdischen Nation von 1665, in: Judentum in Literatur und Kunst, zitiert nach Sharon R. Keller (Hg.), Könemann Verlag, Köln 1995.

 

 

Der Ritus der portugiesischen Synagoge (1837), Allg. Zeitung des Judenthums, 13.2.1838, in: Die Sefarden in Hamburg, Teil 1, Hg. M. Studemund-Halévy, Buske Verlag Hamburg, 1994

 

 

Grab-Sonett für Rahel Abensur von Mose Gideon Abudiente, in: Michael Studemund-Halévy: Bibliografisches Lexikon der Hamburger Sefarden, Christians Verlag, Hamburg 2000, S. 105

 

 

Denkwürdigkeiten der Glückel von Hameln., übersetzt und hg. von Alfred Feilchenfeld, zitiert nach: Die Sefarden in Hamburg, Teil 1, Hg. M. Studemund-Halévy, Buske Verlag Hamburg, 1994, Original-Quelle in: Denkwürdigkeiten der Glückel von Hameln, übersetzt und hg. von Alfred Feilchenfeld, Athenäum, FfM 1987

 

 

Elias Canetti: Die gerettete Zunge, Geschichte einer Jugend, 1977 (= Autobiografie, Teil 1), Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1988

 

 

Laura Papo Bohoreta: Sefardska žena u Bosni / S jevrejskošpanjolskog preveo Muhamed Nezirović, Connectum Sarajevo 2005, übersetzt von Michael Studemund-Halévy

 

 

Grabplatte von Auschwitz, Übersetzung Judenspanisch – Deutsch: Dr. Michael Studemund-Halévy

 

 

Markus Meyer Kayserling: 1829-1905: Sephardim. Romanische Poesien der Juden in Spanien. Ein Beitrag zur Literatur und Geschichte der Spanisch-Portugiesischen Juden. (Berlin, Nathansen & Lamm, 1859) (page images at HathiTrust)

 

 

Schlüssel-Legende, zitiert nach Karl-Markus Gauß: Die sterbenden Europäer, Paul Zsolnay Verlag, Wien 2001

 

 

Mario Levi: Schlusswort oder Ein Abschiedsbrief aus Istanbul war ein Märchen, übers. von Barbara Yurtdas, Suhrkamp, Frankfurt 2010.

 

 

Das neue Sefarard – Das moderne Spanien und sein jüdisches Erbe, Heft 2-2011, Münchner Beiträge zur Jüdischen Geschichte und Kultur, Hg. Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur, Michael Brenner, darin: Anna Menny: Zwischen Nationalkatholizismus und Philosefardismus. Der Umgang mit dem jüdischen Erbe im franquistischen Spanien

 

 

Anna Lena Menny: Spanien und Sepharad - Über den offiziellen Umgang mit dem Judentum im Franquismus und in der Demokratie, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2013

 

 

Carsten Schapkow, Vorbild und Gegenbild: Das iberische Judentum in der deutsch-jüdischen Erinnerungskultur 1779-1939, Böhlau Verlag, Köln 2011

GOODMAN, Esther W. Samuel Halevi Abulafia's synagogue (El Transito) in Toledo. Jewish Art, 18 (1992)

 

 

Naïm Kattan: Das verhöhnte Schweigen / Le silence bafoué, zitiert nach: Béatrice Leroy: Die Sephardim. Geschichte des iberischen Judentums, Nymphenburger Verlag, München 1987

 

 

Naïm Kattan: Jüdisch, frankophon oder kanadisch?

 

 

Joann Sfar: Die Katze des Rabbiners: Die Bar-Mizwa, übersetzt von David Permantier, Avant-Verlag, Berlin 2004

 

 

JUAN GELMAN: Dibaxu / Debajo / Darunter. Aus dem Sephardischen ins Spanische vom Autor; Deutsch von Tobias Burghardt. Edition 350 im Verlag Kooperative, Dürnau 1999.

 

 

MUSIK

 

1) Anonym (Text: Jehuda ha-Levi): Zionde: Beautiful city, delight of the world,
CD 1 "Jerusalem", La Capella Reial de Catalunya, Montserrat Figueras, Al-Darwish, Hespèrion XXI, Ltg. Jordi Savall, Alia Vox AVSA 9863, CD 1, Track 23

2) Anonym: Prayer of Jerusalem, CD 1 "Jerusalem", La Capella Reial de Catalunya, Al-Darwish, Hespèrion XXI, Ltg. Jordi Savall, Alia Vox AVSA 9863, CD 1, Track 9

3) Anonym: Hymne an Jakobus, CD: Vox Iberica I – Codex Calixtinus, Ensemble Sequentia, Barbara Thornton, Ltg. Benjamin Bagby, dhm 05472773332, CD, Track 20

4) Anonym: Revelation IV, CD 1 "Jerusalem", La Capella Reial de Catalunya, Al-Darwish, Hespèrion XXI, Ltg. Jordi Savall, Alia Vox AVSA 9863

CD 1, Track 6

5) Anonym: Danse of the Soma, CD 2 "Jerusalem", La Capella Reial de Catalunya, Al-Darwish, Hespèrion XXI, Ltg. Jordi Savall, Alia Vox AVSA 9863, CD 2, Track 4

6) Anonym (Text: Ibn Quzman): Zajal - Yahni-kum, Altramar Medieval Music Ensemble, CD "Iberian Garden 2”, Dorian DIS-80158, CD, Track 1

7) Anonym: Funeral March, CD 2 "Jerusalem", La Capella Reial de Catalunya, Al-Darwish, Hespèrion XXI, Ltg. Jordi Savall, Alia Vox AVSA 9863, CD 2, Track 13

8) Anonym: Instrumental Dance, CD 1 "Jerusalem", La Capella Reial de Catalunya, Al-Darwish, Hespèrion XXI, Ltg. Jordi Savall, Alia Vox AVSA 9863, CD 1, Track 10

9) Anonym: Kharjas – Gar si yes devina (CD: Vox Iberica III – El Sabio), Ensemble Sequentia, Barbara Thornton, Ltg. Benjamin Bagby, dhm 05472773332,

CD 3, Track 16

10) Anonym: Eli, Eliyahu, CD "Musik der drei Kulturen”, Ensemble Accentus, Ltg. Thomas Wimmer, Festival alte Musik Innsbruck, WAR 970719-2 , Track 2

11) Juan Cabanilles: Corrente italiana, Montserrat Figueras, Hespèrion XX, Ltg. Jordi Savall, Astrée Auvidis, E 8729 (1991), CD, Track 12

12) Anonym (Text: Ibn Battuta): The dome of the rock, CD 1 "Jerusalem", La Capella Reial de Catalunya, Montserrat Figueras, Al-Darwish, Hespèrion XXI, Ltg. Jordi Savall, Alia Vox AVSA 9863, CD 1, Track 23

13) Anonym: Esta montaña d'enfrente, CD "Sephardic Romances”, Ensemble Accentus, Ltg. Thomas Wimmer, Naxos 8.553617, CD, Track 11

14) Ernest Bloch: Streichquartett Nr. 1, 1. Satz, Atlas Camerata, Ltg. Dalia Atlas, ASV CD DCA 1055, CD, Track 10

15) Traditionell: Psalm 113, The King's Singers, Sarband, CD "Sacred Bridges",

SIGCD 065, CD, Track 5

16) Salomone Rossi: Hebreo Psalm 118, The King's Singers, Sarband, CD "Sacred Bridges", SIGCD 065, CD, Track 6

17) Anonym: Avrix mi galanica, CD "Sephardic Romances”, Ensemble Accentus, Ltg. Thomas Wimmer, Naxos 8.553617, CD, Track 1

19) Anonym: "Ki eshmerá shabbat" (Text: Abraham ibn Esra), CD "Las Tres Culturas de la Música Medieval Española”, Jorge Rozemblum y Eduardo Paniagua. Pneuma CDPN-350, CD, Track 21

20) Anonym: Vesame y abracame, Cancionero d'Uppsala, CD "Musik der drei Kulturen”, Ensemble Accentus, Ltg. Thomas Wimmer, Festival alte Musik Innsbruck, WAR 970719-2, CD, Track 9

21) Anonym: Az yashir Moshe, CD "Puerta de Veluntad”, Alia Musica, Ltg. Miguel Sánchez, HMA 1957026, CD, Track 13

21 a) Anonym: Mi suegra, la negra, Track 2 sowie "Pobereta muchachica" Track 9 CD "Cantigas Sefardies", Aron Saltiel und Wolfram Märzendorfer-Gitarren, Extraplatte EX 4312

 

2. Stunde – Lange Nacht:

 

22) Anonym: La Donzella, CD "Musik der drei Kulturen”, Ensemble Accentus, Ltg. Thomas Wimmer, Festival alte Musik Innsbruck, WAR 970719-2

23) Anonym: Mi Chamocha, Isaac Aboab da Fonsec, Recife, 1646, Codex Aboab da Fonseca, University of Jerusalem, Research: Anna Maria Kieffer & David Kullock, restoration: David Kullock, hazan, Production: Teatro do Descobrimento/Brazil: Theatre of Descovery - Music in Brazil during the XVI and XVII Centuries, Anna Maria Kieffer and Anima Ensemble (Digitalalbum :)

24) Anonym: Cancionero de la Colombina, CD "Musik der drei Kulturen”, Ensemble Accentus, Ltg. Thomas Wimmer, Festival alte Musik Innsbruck, WAR 970719-2, CD, Track 11

25) Anonym: Yigdal – Choral piece from Norman Swerling's collection, CD "Judeo-Caribbean Currents: Music of the Mikvé Israel-Emanuel Synagogue in Curaçao”, Vocal ensemble: Naama Nazarathy (soprano), Shelly Berlinsky (alto), Evan Cohen (tenor), Jay Shir (bass) Commentaries by Edwin Seroussi. The Hebrew University of Jerusalem, Anthology of Music Traditional in Israel, Band 22, CD Track 27:

26) Anonym: "Bénédiction sacerdotale" – CD "La Musique de la Bible: Suzanne Haïk Vantoura”, Reihe: musique d'abord, harmonia mundi france HMA 190989, CD, Track 2

27) Anonym: Re'e Shemes, CD "Juden im Mittelalter",

Jalda Rebling und Ensemble, Edition Raumklang RK 9401, CD, Track 15:

28) Jack Kessler: Hallelu-Yah, Hazzan Jack Kessler-cantorical vocals, CD 1 "Music for the Kabbala”, The Fourth World Ensemble Atzilut, ARC Music EUCD 2010, CD 1, Track 3

29) Tanburi Isak (um 1800): Yişlah Mişamayin, Maftirim Ilahiler Korosu,

Kalan CD 234, CD,Track 4:

30) Anonym: La rosa enflorese, CD "Sepharad", Ensemble Sarband, Ltg. Vladimir Ivanoff, dhm 05472773722, BMG, CD, Track 7

31) Georges Moustaki: Le Métèque, Georges Moustaki, Gesang und Gitarre,

Polydor 823 518-2 (1984) Universal / Einzeltitel Schallplatte Single

32) Anonym: Una ramika de ruda, CD "Sepharad", Ensemble Sarband, Ltg. Vladimir Ivanoff, dhm 05472773722, BMG-Sony, CD, Track 1

33) Anonym: Morikos, CD "Sepharad", Ensemble Sarband, Ltg. Vladimir Ivanoff, dhm 05472773722, BMG-Sony, CD, Track 3

34) Anonym: Arboles lloran por lluvia, Ensemble "Sefiroth”, Digitalalbum, nur Download

35) Anonym: Ea Judios, Yo m'estava reposando, CD "Sephardic Songs”, Ensemble Sefarad, Jaro 4206-2, CD, Track 1

36) Anonym: Ayyu-ha s-saqui / Qum Yedid nafsi, CD "Sephardic Songs”, Ensemble Sefarad, Jaro 4206-2, CD, Track 6

37) Anonym: Porke yorach, CD "Sephardic Songs”, Ensemble Sefarad, Jaro 4206-2

CD, Track 4

38) Anonym: La ballada del soldado, CD "Cantigas Sefardies", Marie-Thérèse Escribano+Aron Saltiel-Gesang, Wolfram Märzendorfer-Gitarren,

Extraplatte EX 4312 , CD, Track 1

39) Anonym: Yo me soy la morenica, Cancionero d'Uppsala, CD "Musik der drei Kulturen”, Ensemble Accentus, Ltg. Thomas Wimmer, Festival alte Musik Innsbruck, WAR 970719-2, CD, Track 15

40) Anonym: Taksim, M'saddar, Nuba "Rami maya”, CD "Musik der drei Kulturen”, Ensemble Accentus, Ltg. Thomas Wimmer, Festival alte Musik Innsbruck, WAR 970719-2, CD, Track 16

41) Anonym: Atesh Tanse, Ensemble Alhambra, CD "The Joy of Judeo-Spanish Song, Koch Schwann Aulos 3-1196-2, CD, Track 14

42) Anonym: Nani nani, CD "Sephardic Romances", Ensemble Accentus, Ltg. Thomas Wimmer, Naxos 8.553617, CD, Track 15

43) Anonym: Ir me quiero a Yerushalayim, CD "Juden im Mittelalter",

Jalda Rebling und Ensemble, Edition Raumklang: RK 9401, CD, Track 17

 

3. Stunde – Lange Nacht

 

1) Traditionell / Ofra Haza: Adio querida, CD "The Governess. Original Motion Picture Soundtrack, Edward Shearmur Featuring Vocalist Ofra Haza. Sony Classical SK 60655, Track 10

2) Traditionell (Salónica): Axerico de quinze años, CD "Diáspora Sefardi”, Hespèrion XXI, Ltg. Jordi Savall, Alia Vox AVSA 9809 A+B, CD B, Track 9

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