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StartseiteCorsoSpielen bis zum Exzess14.11.2011

Spielen bis zum Exzess

O-Ton-Reportage über PopCamp 2011

Das Förderprojekt PopCamp unterstützt junge Bands und Musiker. Fünf ausgewählte Newcomer aus Deutschland haben beim "Meisterkurs für populäre Musik" mitgemacht. In der Berliner Kulturbrauerei präsentierten sie sich bei ihrem Abschlusskonzert den Zuschauern und dem Fachpublikum aus der Medienindustrie.

Von Adalbert Siniawski

Bei PopCamp wird kein Musiker zum Sieger gekürt, sondern alle gecoacht (Jan-Martin Altgeld)
Bei PopCamp wird kein Musiker zum Sieger gekürt, sondern alle gecoacht (Jan-Martin Altgeld)
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PopCamp

Bandvorstellung
Defne Şahin: "Ich bin Defne Şahin und ich bin hier beim PopCamp mit meiner Band. Wir kommen alle aus Berlin und spielen Jazz auf Türkisch, also türkische Lyrik im Jazz."
Julian Scharpf: "Hi, ich bin Julian von ‚The Astronaut’s Eye‘, bin dort Sänger, wir kommen aus Mannheim, machen seit zweieinhalb Jahren zusammen Musik, und ich würd‘ sagen, dass wir elektronischen Rock-Pop eben machen."
Rebekka Knoblich: "Wir sind Lokomotor aus Hof,…"
Manuel Hoffmann: "… und das Besondere an unserer Band ist, dass wir energiegeladene Popmusik machen mit nicht ganz alltäglichen Einflüssen, wie zum Beispiel ein Akkordeon oder so was, und einfach sehr viel Action auf der Bühne passiert."
Fabian v. Wegen: "Ja, ich bin Fabian von Wegen, und ich komme mit meiner Band aus Osnabrück. Ja, ich bin Sänger und Songschreiber und mann kann das vielleicht als Singer-Songwriter-Pop bezeichnen."
Stefanie Narr: "Hallo, wir sind CouCou,…"
Jessica Struch: "… wir kommen aus Dresden und Leipzig…"
Meryem Kilic: "… und unsere Musik ist eine Mischung aus New Folk und Jazz."

Bandproben in Wolfenbüttel
Mario Thaler: "25,38!"
Stefanie Narr: "Ist doch perfekt!"
Annette Marquard: "Es ist superklasse. Nein, ein Mü, nur ein Mü schneller. Ein Mü schneller. Es sah ja nicht hektisch aus, was ihr gemacht habt eben.
Bettina Haberkost: "Und wenn heut‘ Abend, also möchte ich gerne anbieten, oder vielleicht machen wir das auch zusammen, irgend noch was ist an Übergängen oder an Unsicherheiten, also lasst uns gern bis in die Nacht arbeiten. Also ich bin dabei.
Jessica Struch: "Ja, wir sind hier in Wolfenbüttel in der Landesmusikakademie, und wir haben ein paar Mal unser Set durchgespielt in Begleitung der Dozenten und haben uns ein bisschen Feedback abgeholt und Input, was wir noch verbessern können."
Rebekka Knoblich: "Vormittags hatten wir immer Vorlesungen zu bestimmten Themen, wie GEMA, GVL …"
Fabian v. Wegen: "… so Musikbusiness-Themen.”
Julian Scharpf: "Hatten Donnerstagmorgen noch etwas zu Bühnenaufbau und Bühnenlicht."
Rebekka Knoblich: "Dann nach dem Mittagessen teilweise bis nachts um Zwölf saß man sozusagen nur im Probenraum, man ist nur kurz raus, um was zu Essen oder aufs Klo zu gehen."
Fabian v. Wegen: "Proben zum Exzess – und teilweise zum Wahnsinn."
Manuel Hoffmann: "Wir haben gemerkt, dass gerad‘ die Dozenten ganz, ganz persönlich auf einen eingehen und wirklich auf eine coole Art und Weise mit einem arbeiten und versuchen, nicht jemandem etwas überzustülpen, sondern irgendwo auch seine Stärken herauszukitzeln."
Bettina Haberkost: "Dulüdulüdüdö… Paff! Das muss ich kurz erleben! Dass ich diesen Schlag abkrieg, und dann habt ihr mich!
Julian Scharpf: "Mhm."
Bettina Haberkost: "Ja? Noch einmal!"
H. Rümenapp: "Ich bin Henning Rümenapp, ich bin Musiker, Gitarrist bei den Guano Apes, und im PopCamp bin ich verantwortlich für die Künstlerische Leitung."
H. Rümenapp: "Einerseits habe ich die Möglichkeit, als künstlerischer Leiter, ganz, ganz viel von meinen eigenen Ideen, Visionen und Konzepten da reinzubringen, da steckt ganz, ganz viel Herzblut, natürlich auch Erfahrung von mir drin. Ich hab‘ an meinem eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn eine Band zerbricht daran, dass man irgendwann dem Druck von innen und auch von außen nicht mehr standhält und dann irgendwann mal sagt: ‚Jetzt macht doch euren Scheiß alleine!‘ Weil man sich vielleicht über bestimmte Dinge vorher keine Gedanken gemacht hat, ja oder auch einfach verwirrt ist durch all die Impulse, die so von außen kommen. Und da steckt natürlich auch mein Ansporn drin, dass wir hier versuchen wollen, Künstler zu entdecken und Künstlerprofile auch weiter zu schärfen und sie da weiterzubringen – und das eben mit dem geballten Knowhow, das wir hier in dem Projekt bieten können."
H. Rümenapp: "Für die Leute, die glauben, dass in so einem Coaching-Projekt auf Mainstream und auf Markttauglichkeit alleine getrimmt wird, die würde ich gerne einladen, hier teilzunehmen und zu entscheiden, ob wir hier rein den Mainstream fördern oder ob wir hier unserem Motto treu bleiben: ‚Vielfalt statt Mainstream.‘ Und ich glaube, dass wir das in den letzten sieben Jahren mit Bravour gemacht haben und auch in dieser Staffel sich die Vielfalt und die Bandbreite, die die Bands darstellen, dadurch auch wieder belegen lässt."
Nathalie Braun: "Ja, die Arbeitsphase ist jetzt zu Ende. Wir packen jetzt die Autos voll und dann fahren wir los nach Berlin zum Abschlusskonzert und ja, wir hoffen, das wird super."

Abschlusskonzert im Kesselhaus, Kulturbrauerei Berlin
Moderator: So, hallo! Schönen guten Abend, herzlich willkommen im Kesselhaus hier in Berlin zum großen Abschlusskonzert des PopCamps 2011. Hier sind Kinder, guten Abend."
Defne Şahin: "Also es war ein voller Saal, und die Leute waren aufmerksam. Wir sind zufrieden."
Julian Scharpf: "Ja, war einfach tierisch, als erster Gig so, glaube ich, kann man da nix sagen."
Stefanie Narr: "Abgesehen von dem anfänglichen Schock, als auf einmal mein Verstärker völlig abschmierte, war es sehr schön, was das Publikum uns für eine Offenheit entgegengebracht hat und die haben uns in dem Moment gerettet, und dann war’s doch noch ein echt schönes Konzert. Es hat super viel Spaß gemacht."
Fabian v. Wegen: "Es war, ja, äh, es war, es war, es war!?! Ich weiß es gar nicht, wie’s war. Es war? Schön."
Konzertbesucher: "Ich fand alle Bands gut. Alle Bands sind ja auf ihre Art und Weise gut. Das ist ja auch ganz unterschiedlich. Kannst ja nicht Jazz mit türkischen Gedichten und ‘ne Rockband miteinander vergleichen."
Konzertbesucherin: "Super unterschiedlich vom Musikstil her und, ja, klasse."
Konzertbesucher: "Es war natürlich ein dankbares Publikum, ich glaube, jede Band hatte so seine Homies hier mit am Start, und wurde natürlich leider zum Schluss ein bisschen leerer, aber es hat der Stimmung so keinen Abbruch getan."

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