Wissenschaft im Brennpunkt / Archiv /

 

Spukhafte Verhaltenskontrolle

Wie Neurowissenschaftler mit Licht manipulieren

Von Michael Lange

Inzwischen kann man mit Licht nicht nur die Aktivität des Neurons sichtbar machen, sondern sie sogar beeinflussen.
Inzwischen kann man mit Licht nicht nur die Aktivität des Neurons sichtbar machen, sondern sie sogar beeinflussen. (Universität Magdeburg)

Wie ferngesteuert laufen Mäuse ständig im Kreis herum. Winzige Fliegen ändern ihre Vorlieben auf Kommando und kleine Fische schwimmen durch ein virtuelles Aquarium, das nur im Computer existiert. So etwas ist in modernen neurobiologischen Labors immer häufiger zu beobachten.

Dahinter stecken Neurowissenschaftler, die mit Hilfe einer neuen Technik, der Optogenetik, fremde Gehirne kontrollieren. Das Mittel der Wahl: gewöhnliches Licht. Damit schalten die Forscher einzelne Nervenzellen gezielt an oder aus. Indem sie das Gehirn kontrollieren, verstehen die Forscher immer besser, wie es funktioniert.Doch die Pläne gehen weiter. In Zukunft wollen sie Fehler im Nervensystem ausbessern und Krankheiten wie Parkinson oder Retinitis Pigmentosa heilen.

"Manuskript zur Sendung:"

Spukhafte Verhaltenskontrolle

"Weiterführende Links:"

Seiten des Deutschlandradios:

     &nbspSpukhafte Verhaltenskontrolle
     &nbsp(DRadio Wissen vom 20.01.12)

     &nbspNeues Augenlicht
     &nbsp(Forschung aktuell vom 19.01.12)

     &nbspLicht an, Gen aktiv
     &nbsp(Forschung aktuell vom 24.06.11)

     &nbspAgression auf Knopfdruck
     &nbsp(DRadio Wissen vom 11.02.11)

     &nbspWütend auf Knopfdruck
     &nbsp(Forschung aktuell vom 10.02.11)

     &nbspDr. Gero und sein Nervenmanipulator
     &nbsp(DRadio Wissen vom 03.02.11)

     &nbspGehirne unter Kontrolle
     &nbsp(DRadio Wissen vom 21.12.10)

     &nbspGehirne unter Kontrolle
     &nbsp(Forschung aktuell vom 20.12.10)

Links ins Netz:

     &nbspForschung Gero Miesenböck, Uni Oxford

     &nbspGero Miesenboeck reengineers a brain, Ted-Video

     &nbspOptogenetik beim Fadenwurm (Alexander Gottschalk)

     &nbspNature Materials: Optogenetik

     &nbspMax-Planck-Gesellschaft: Optogenetik

     &nbspGeist und Hirn: Licht ins Neuronendickicht

     &nbspTagesspiegel: Licht an, Krankheit aus

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Wissenschaft im Brennpunkt

Visionen für IndividualverkehrDas Auto geht in die Luft

Ein einsitziges Luftfahrzeug fliegt mit drei horizontalen Rotoren an einer nur schemenhaft erkennbaren Stadtkulisse entlang.

Seit über 100 Jahren träumen Menschen von fliegenden Autos. Weit über 1000 Pioniere haben sich daran abgearbeitet, manche schafften es bis kurz vor Serienreife - und scheiterten dann doch. Ein alltagstaugliches Flugauto fährt bis heute nicht auf unseren Straßen. Nun wagt sich die nächste Generation an die anspruchsvolle Aufgabe.

FortpflanzungsmedizinFür immer fruchtbar?

Uterus-Transplantation: Das neugeborene Baby kurz nach der Geburt

Eine junge Frau kommt ohne Gebärmutter auf die Welt - und entbindet doch ein eigenes Kind. So geschehen in Göteborg, wo Ärzte einer 34-Jährigen die Gebärmutter einer Freundin transplantiert hatten. 36 Jahre nach der Geburt des ersten Retortenbabys wagt sich die Fortpflanzungsmedizin weit über die künstliche Befruchtung hinaus.

AusleseVom Nutzen der Nachtruhe

Ein Junge schläft versteckt unter einer gestreiften Bettdecke, nur sein Haarschopf ist zu sehen.

Warum schläft der Mensch? Und wozu träumen wir? Das ist Thema der aktuellen Bücher von Peter Spork und Stefan Klein, die zu den führenden Wissenschaftsautoren hierzulande zählen. Die Wissenschaftsredaktion des Deutschlandfunks diskutiert die Neuerscheinungen. Eine Sendung live von der Frankfurter Buchmesse.