Dossier / Archiv /

Wer einmal aus dem Blechnapf frisst ...

Über Kinderarmut in Deutschland

Von Dorothea Brummerloh

Die Kinderarmut in Deutschland nimmt zu.
Die Kinderarmut in Deutschland nimmt zu. (AP)

Kino, neue Turnschuhe, das neue Englischlehrbuch - manche Eltern im reichen Deutschland können ihrem Nachwuchs nicht einmal das bezahlen. Reisen, Markenklamotten, Computer, Handy oder ein Fahrrad - das alles ist für Kinder aus Armutsverhältnissen nicht drin.

Offiziell gilt eine Familie als arm, wenn ihr Haushaltseinkommen weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens beträgt. Für eine Alleinerziehende mit einem Kind bedeutet Armut in Zahlen, dass sie mit 1203 Euro im Monat auskommen muss, ein Ehepaar mit Kind höchstens mit 1665 Euro. Schon wer zehn Euro mehr zur Verfügung hat, fällt aus der Armenstatistik heraus.

Jeder Cent muss umgedreht werden. Der Druck, nicht mehr zu wissen, woher man das Geld für die Ausgaben der nächsten Woche nehmen soll, ist enorm.

Hinzu kommen Erziehungsprobleme, pubertäre Streitereien, Partnerschaftskonflikte.

Sonderausgaben wie eine kaputte Waschmaschine werden zu einer Herausforderung.

Und wenn auch die Oma nichts mehr hat, um ab und zu etwas zuzustecken - was dann?


DLF 2011

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Dossier

Schrottplatz MenschFehlerhafte Medizinprodukte und ihre Folgen

Skandale um Medizinprodukte, zu denen Holzspatel, Kondome, aber auch Hüftimplantate zählen, scheinen an der Tagesordnung: mit Industriesilikon gefüllte Brustimplantate, Metallabrieb im Hüftgelenk oder Kabelbruch am Herzschrittmacher. Kein Land implantiert so viele Prothesen wie Deutschland.

Sexuelle Vielfalt LSBTI oder: Die neue deutsche Sexualkunde

Eine Teilnehmerin des Christopher Street Day hat am 27.07.2013 in Stuttgart eine Regenbogenfahne auf ihr Gesicht gemalt.

Sollen sich Schülerinnen und Schüler auch mit gleichgeschlechtlichen Lebensweisen beschäftigen – oder zumindest erfahren, dass es sie gibt? Ja, sagt die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg. Sie will das Thema in den Bildungskanon aufnehmen – und hat damit eine heftige Debatte entfacht.

Netzwelt Serverfarmen, Clouds und Datenströme

Ein automatisches Lager für Magnet-Datenbänder arbeitet am 23.02.2012 in einem Nebenraum des Supercomputers "Blizzard"

Unsere Daten werden in Clouds gespeichert und auf Serverfarmen gepflegt. Aber wer weiß schon, wo sich die Farmen und Wolken befinden, wer sie bewirtschaftet und Zugang gewährt? Die Auslagerung großer Datenmengen – auch auf ausländische Server – verstärkt die Möglichkeit der Kontrolle und Beeinflussung durch fremde Regierungen oder Interessengruppen.