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Seit 12:00 Uhr Nachrichten
StartseiteSport am WochenendeZum letzten Mal "Herr Gauck"16.03.2012

Zum letzten Mal "Herr Gauck"

Kampagne gegen Diskriminierung und für Zivilcourage im Sport.

Es war sein letzter Auftritt als Bürger und, wie er es formulierte, eine Herzensangelegenheit für ihn. Vier Tage vor der Bundespräsidentenwahl stellte Joachim Gauck als scheidender Vorsitzender des Vereins "Gegen Vergessen - Für Demokratie" gemeinsam mit dem Deutschen Eishockeymeister Eisbären Berlin zwei neue Internet-Portale gegen Diskriminierung und für Zivilcourage im Sport vor: www.sport-mit-courage.de und www.mach-den-unterschied.de.

Von Thomas Wheeler

Joachim Gauck (dpa / picture alliance / Thomas Frey)
Joachim Gauck (dpa / picture alliance / Thomas Frey)

"Sport ist eigentlich unpolitisch, und er ist doch politisch, weil er jungen Menschen auch aus gefährdeten Lebenssituationen heraus mehrere Dinge anbietet. Ihre Kraft, die sie haben durch Regeln eingrenzen zu lassen."

Joachim Gauck hat den Leistungssport in seinen negativen Auswüchsen schon immer kritisch betrachtet. Der Verein "Gegen Vergessen – Für Demokratie", dessen scheidender Vorsitzender der designierte Bundespräsident ist, und der Eishockeyklub Eisbären Berlin haben jetzt zwei Internetportale gegen Diskriminierung und für Zivilcourage entwickelt. Projektleiter Martin Ziegenhagen:

"www.mach-den-unterschied.de ist der Trainingsplatz in dem die Sportvereinsmitglieder, und vor allem die jungen Leute üben können, wie man sich verhalten kann, wenn die Grenze zwischen erträglicher Sprücheklopferei und menschenverachtender, diskriminierender Beschimpfung überschritten wird."

Unterstützt wird das Online-Projekt von den ostdeutschen Landessportbünden. Es ist ein Teil des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe", daß aus dem "Aufbau Ost" stammt. Es wendet sich gegen Extremismus in Ostdeutschland und setzt sich für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Ganz im Sinne von Joachim Gauck:

"Wir schenken denen nicht unsere Angst die unsere Demokratie hassen, sondern wir konfrontieren sie mit unserem Mut."

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