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StartseiteSternzeitH. G. Wells und die Invasion vom Mars20.09.2016

150. Geburtstag des britischen AutorsH. G. Wells und die Invasion vom Mars

Morgen vor 150 Jahren, am 21. September 1866, kam in England Herbert George Wells zur Welt. Der meist kurz H. G. Wells genannte Schriftsteller war einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren. 1898 erschien sein Werk "Der Krieg der Welten", in dem feindlich gesinnte Marsianer auf der Erde landen.

Von Dirk Lorenzen

Der britische Schriftsteller (u.a. "Die Zeitmaschine", "Krieg der Welten") Herbert George Wells in einer zeitgenössischen Aufnahme. (picture alliance/ dpa/ DB)
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte der britische Schriftsteller H. G. Wells zu den meistegelesensten Autoren der Welt. (picture alliance/ dpa/ DB)

Sie attackieren das Vereinigte Königreich, um sich dann die Rohstoff- und Wasservorräte der Erde anzueignen. Das britische Militär steht den Mars-Invasoren hilflos gegenüber. Erst irdische Bakterien setzen dem Spuk ein Ende, weil das Immunsystem der Marsianer ihnen nicht gewachsen ist.

Weltberühmt wurde dieses Stück erst 40 Jahre später, als Orson Welles es in einer US-Fassung als Hörspiel aufführte. Die Handlung war nach Grovers Mill in New Jersey verlegt worden.

Die Aufführung im Radio war so realistisch, dass manche Zuhörer in New York wohl nicht zwischen Fiktion und Realität unterscheiden konnten. Sie fürchteten, dass tatsächlich aggressive Marsmenschen in New Jersey gelandet waren und Menschen töteten.

Der Rover Curiosity sucht auf dem Mars nach Wasser (NASA)Invasionen vom Mars auf der Erde sind unbekannt, aber es sind schon irdische Sonden (hier Curiosity) auf dem Mars gelandet (NASA)

Die "Massenpanik", von der manche Zeitungen berichteten, hat es allerdings nicht gegeben. Doch die gedruckte Presse fürchtete die Konkurrenz des Radios und versuchte daher, mit aufgebauschten Geschichten das neue Medium zu diskreditieren.

H. G. Wells, der eines der faszinierendsten Science-Fiction-Stücke geschrieben hat, ist 1946 kurz vor seinem 80. Geburtstag in London verstorben. Sein "Krieg der Welten" begeistert bis heute.

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