Montag, 06. Dezember 2021

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20 Jahre Asasello QuartettDem Ungewohnten auf der Spur

Der packende wie kompromisslose Zugriff gehört zu seinen Markenzeichen. Was auch immer das Kölner Asasello Quartett spielt, es erscheint in neuem Licht – kontrolliert und entfesselt zugleich. Gewagt kombiniert werden Musik unterschiedlicher Epochen und Handschriften zum besonderen Erlebnis.

Am Mikrofon: Egbert Hiller | 27.07.2020

Vier Personen sind auf einer kleinen Rollbühne unscharf zu sehen und spielen mit Inbrunst auf ihren Streichinstrumenten
Das Asasello Quartett als Element einer Tanzproduktion (Martin Rottenkolber)
Gegründet haben sich die "Asasellos" 2000 in Basel, seit 2005 sind sie in Köln ansässig. Dort studierten die jungen Musiker bis 2007 beim Alban Berg Quartett. Geprägt wurden sie ebenso auch von Walter Levin, dem Primarius des legendären LaSalle Quartetts.
Höchstmaß an musikalischer Freude und Energie
Rostislav Kozhevnikov, Barbara Streil, Justyna Sliwa und Teemu Myöhänen verstehen sich als europäische Formation. Ihrer Gattung, dem Streichquartett, sehen die vier Musiker "grundmenschliche Themen" zugrunde gelegt. In besonderem Maß haben sie sich zeitgenössischem Komponieren verschrieben, aber eben nicht nur.
Ganz in ihrem Element sind sie, wenn ihnen technisch und geistig-emotional ein Höchstmaß an Konzentration abgefordert wird. CD-Aufnahmen und unveröffentlichte Einspielungen zeugen davon – etwa Ludwig van Beethovens jüngst im Deutschlandfunk Kammermusiksaal eingespielte Große Fuge op. 133.
Diese Sendung können Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang anhören.