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StartseiteCorso"Gesellschaftsspiele bereichern das Leben"30.01.2020

25 Jahre "Die Siedler von Catan""Gesellschaftsspiele bereichern das Leben"

25 Jahre gibt es das Brettspiel "Die Siedler von Catan", ein Strategiespiel, das Teamplay und Würfelglück vereint. Es wurde millionenfach verkauft und ist noch heute beliebt - wie die gesamte Branche: "Gesellschaftsspiele sind in", meinte Bernhard Löhlein, Sprecher der Spiel-des-Jahres-Jury, im Dlf.

Bernhard Löhlein im Corsogespräch mit Anja Buchmann

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Blick auf das Brettspiel "Siedler von Catan" (imago /  Schöning)
Das Brettspiel "Die Siedler von Catan" (imago / Schöning)
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"Das Bild, die untergehende Sonne, diese Silhouette von Catan machte schon allein neugierig", meinte der "Spiel des Jahres"-Jurysprecher Bernhard Löhlein im Deutschlandfunk. Und die Tatsache, dass man auch seine Mitspielerinnen und Mitspieler einbeziehen muss - die vielleicht gerade die benötigten Rohstoffe für die Weiterentwicklung der eigenen Siedlung hätten -, sei ein Aspekt, der dieses Spiel besonders gemacht habe: "Wenn man gewinnen will, muss man die anderen mit einbeziehen", so Löhlein.

Klaus Teuber sitzt vor dem Bild seines Spiels "Die Siedler von Catan" (dpa / Jörg Carstensen)Klaus Teuber, Erfinder des Brettspiels "Die Siedler von Catan". "Diese Welt lässt sich überall hin transportieren", unterstreicht Bernhard Löhlein den Erfolgsfaktor der Idee (dpa / Jörg Carstensen)

"Catan" gibt es in den verschiedensten Versionen - der Linked-in-Gründer Reid Hoffman etwa hat eine Silicon-Valley-Version erstellen lassen, es gibt eine Reise ins Universum oder zu den Inkas. "Diese Welt lässt sich überall hin transportieren", meinte der Spieleexperte. Erfinder Klaus Teuber, ehemals Zahntechniker, veröffentliche noch heute regelmäßig Weiterentwicklungen; es gebe Kartenspiele, ein Würfelspiel und Computerspielversionen, auch als Smartphone-App, die aber nahezu eins zu eins vom Brettspiel übertragen worden seien.

"Wenn man mal keinen Spielepartner hat und im Internet einen Partner sucht", so Bernhard Löhlein, "dann finde ich das vollkommen okay". Und der große Feind von analogen Spielen seien nicht die Computerspiele, "der große Feind von einem guten analogen Brettspiel ist ein schlechtes Brettspiel - und 'Catan' ist das mit Sicherheit nicht", meinte Löhlein im Corsogespräch.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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