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StartseiteSport AktuellJubiläum an der Geburtsstätte23.09.2019

50 Jahre Jugend trainiert für OlympiaJubiläum an der Geburtsstätte

Britta Steffen, Robert Harting und Natascha Keller haben etwas gemeinsam. Die deutsche Schwimm-Olympiasiegerin 2008, der Diskus-Olympiasieger 2012 und die Hockey-Olympiasiegerin 2004 waren zu Beginn ihrer Karrieren auch Teilnehmer bei Jugend trainiert für Olympia. In diesem Jahr feiert der Wettbewerb sein 50-jähriges Bestehen.

Von Thomas Wheeler

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50 Jahre "Jugend trainiert für Olympia" in Berlin. (www.imago-images.de)
50 Jahre "Jugend trainiert für Olympia" in Berlin - die Teilnehmenden marschieren nach Bundesländern ein. (www.imago-images.de)
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Blauer Himmel, Sonnenschein, über 20 Grad. Die Bedingungen hätten nicht besser sein können für den Startschuss der Jubiläumsauflage von "Jugend trainiert für Olympia". Bis Mittwoch ermitteln 4.500 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland in zehn Sportarten ihre Bundessieger.

"Karolinum Osnabrück, und wir treten im Rudern an, im Achter. Es macht immer Superspaß sich mit anderen Sportlern aus der ganzen Bundesrepublik zu messen."

"Ich bin Annika Eschmann und 15 Jahre alt, komme aus Hanau, das ist in der Nähe von Frankfurt und spiele Hockey."

"Ich bin Jonas, komme aus Thüringen, und wir sind hier für die Leichtathletik. Ist jedes Jahr schön, aber dies Jahr ist es besonders schön halt hier im Olympiapark zu sein."

12.000 Nachwuchssportlerinnen und Sportler am Start

Insgesamt waren 12.000 Nachwuchssportlerinnen und Sportler vom Grundschul- bis ins Oberschulalter bei der Eröffnungsfeier im Berliner Olympiastadion. Mit einer breiten Palette an sportlichen Interessen:

"Ich bin Luca, ich bin elf Jahre alt und spiele Eishockey bei den Eisbären Berlin."

"Ich bin Emilia, bin elf Jahre alt. Als Sportarten mache ich Karate, und ich will jetzt wahrscheinlich auch noch mit Handball oder Parcours anfangen."

"Ich heiße Konstantin, bin elf Jahre. Ich spiele Tennis, und ich komme von der Wald-Grundschule."

Einmarsch der Bundesländer

Alle, die dabei waren, bildeten eine tolle Kulisse. Wie bei den Olympischen Spielen gab es einen Einmarsch der Nationen, in dem Fall der Bundesländer und eine Entzündung der Flamme.

"Ich glaube, es war eine gute Entscheidung, dass wir 50 Jahre 'Jugend trainiert für Olympia' im Olympiastadion gefeiert haben, an den Ausgangspunkt zurückgekehrt sind, wo Jugend trainiert für Olympia und Paralympics entstanden sind."

Thomas Härtel, Vorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung. Wobei Athletinnen mit und ohne Handicap erst seit 2013 am selben Ort ihre Wettkämpfe austragen.

Viel Prominenz

Im Stadion war viel Prominenz: ehemalige Aktive wie Hochsprung-Olympiasiegerin Heike Henkel und Beachvolleyball-Olympiasieger Jonas Reckermann. Genauso wie Vertreter aus Wirtschaft und Politik. Allen voran Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Schirmherr von "Jugend trainiert" ist.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Schirmherr. (www.imago-images.de)Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Schirmherr. (www.imago-images.de)

"Ein toller Wettbewerb, der den Jugendlichen zeigt, Leistung kann Spaß machen, vor allem viele zusammenbringen, nicht nur Sportler unterschiedlicher Disziplinen, sondern auch diejenigen, die für Olympia trainieren und diejenigen für Paralympics. Das Miteinander hier im Stadion bei den Wettkämpfen, lernen aufeinander Rücksicht zu nehmen, das ist toll."

Bei aller Euphorie mahnte Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes aber auch, die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für den Sport im Blick zu haben.

"Wir müssen im Kindergarten anfangen. Der Bewegungskindergarten darf nicht die Ausnahme sein. Ganz abgesehen davon, dass eine bewegungsfreudige Gesellschaft auch eine demokratische Gesellschaft ist."

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