Dienstag, 24. Mai 2022

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75 Jahre Weltkriegsende
Schwieriges Gedenken

Still gestaltet sich das Gedenken an den 8. Mai 1945, den 75. Jahrestag der Kapitulation und der Befreiung des Deutschen Reichs vom Nationalsozialismus. In Zeiten der Corona-Pandemie finden öffentliche Gedenkveranstaltungen nicht statt. Die Geschichten vom Kriegsende sollen dennoch erzählt werden.

Von Henning Hübert | 09.05.2020

Die erfolgreiche Eroberung der Rheinbrücke von Remagen war von der US-Armee nicht geplant, aber von psychologischer Bedeutung.
Ein amerikanischer Soldat blickt im Zweiten Weltkrieg auf die Brücke von Remagen (dpa / picture-alliance / DB dpa)
Einzelne Erinnerungsaktionen konnten in diesem Jahr noch stattfinden – bevor der Veranstaltungsstopp verhängt wurde. So erinnerten und mahnten letzte Zeitzeugen an den Resten der Brücke von Remagen an den Vorstoß und Rheinübertritt der Amerikaner am 7. März 1945, der das Ende des Zweiten Weltkriegs in Mitteleuropa um Wochen verkürzt haben dürfte.
Ein Kinderbild mit der Brücke von Remagen und dem Wort "Frieden", mehrfach in bunter Schrift geschrieben
Die Brücke von Remagen: Friedenswunsch aus kindlicher Sicht (Deutschlandradio/Hübert)
Unabhängig von Corona: Das Erinnern an die letzte große Schlacht zwischen Wehrmacht und Roter Armee auf den Seelower Höhen sowie an die Kapitulation in Berlin ist nicht spannungsfrei. Unter den einstigen Verbündeten der Anti-Hitler-Koalition ist heute kaum ein gemeinsames Gedenken mehr möglich.
Henning Hübert blickt für das Wochenendjournal mit Zeitzeugen und Vertretern der Nachkriegsgeneration auf den Moment der Niederlage, der Befreiung und des Neuanfangs.