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StartseiteSport Aktuell"Eine Frau? Das wär doch auch mal was für den Fußball"26.10.2020

Abgang von Christian Seifert"Eine Frau? Das wär doch auch mal was für den Fußball"

Wolfgang Holzhäuser war nach der Jahrtausendwende eine treibende Kraft bei der Gründung der DFL und holte 2005 Christian Seifert in den Verband, der nun seinen Abgang für 2022 angekündigt hat. Für Seiferts Nachfolge hat Holzhäuser zwei Vorschläge: Es sollte jemand von außen sein - und möglicherweise eine Frau.

Wolfgang Holzhäuser im Gespräch mit Bastian Rudde

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Der frühere DFL-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser (imago sportfotodienst)
Der frühere DFL-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser (imago sportfotodienst)
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"Gerade in dieser Position glaube ich, dass der Blick von außen eher weiterhilft als der Blick von innen", sagte Holzhäuser im Deutschlandfunk. "Es ist nunmal so, wenn man eine gewisse Zeit in dieser Materie verhaftet ist, dann verliert man manchmal den Blick für das Wesentliche."

Ein Blick von außen könne helfen, wenn man Spezialisten um sich schare, die in ihrem Bereich besser sind als man selbst. "Man muss nur in den Lage sein, dieses Fachwissen zu steuern. Das kann jemand von außen besser als von innen", sagte Holzhäuser, der 2005 Seifert vom Karstadt-Quelle-Konzern zur DFL holte.

"Es geht auch darum, möglicherweise eine Geschäftsführerin zu finden"

In anderthalb Jahren braucht die DFL eine Nachfolgelösung, 2022 will der jetzige Geschäftsführer Seifert seine Funktion aufgeben. Laut Holzhäuser muss auf Seifert keineswegs zwangsläufig ein Mann folgen. "Es geht darum, möglicherweise auch eine Geschäftsführerin zu finden. Und wenn es dann eine Geschäftsführerin ist? Das wär doch auch mal was für den Fußball."

Lob für Seiferts Vertragsverhandlungen

Holzhäuser, der selbst früher wichtige Posten in der DFL bekleidete, lobte Seifert für das Aushandeln lukrativer Fernsehverträge für die Bundesliga und die 2. Bundesliga. "Er hat mehr herausgeholt, als die meisten geglaubt haben", sagte Holzhäuser. "Das war eine starke Leistung von Christian Seifert, aber auch der Leute hinter ihm."

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