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StartseiteSternzeitDer Sternenhimmel im April31.03.2021

Abschied von Orion und eine dünne MondsichelDer Sternenhimmel im April

In den kommenden Wochen stellt der Himmel deutlich auf Sommer um. Die Länge des lichten Tages beträgt zum Monatsende bereits mehr als vierzehneinhalb Stunden. Der Tag ist dann gut anderthalb Stunden länger als morgen.

Von Dirk Lorenzen

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Eine Mondsichel ist am Nachthimmel zu sehen (imago / Peter Widmann)
Hauchdünn ist die Mondsichel Mitte April (imago / Peter Widmann)

Im Laufe des Monats gibt der Winterhimmel seine Abschiedsvorstellung. An den nächsten Abenden ist er mit Orion, Sirius, Stier und Co. noch komplett zu sehen. Doch in der zweiten Monatshälfte verschwinden die ersten winterlichen Figuren in der Abenddämmerung.

Die Sternbilder am Südhimmel morgen gegen Mitternacht, am 15. April gegen 23 Uhr und am Monatsende gegen 22 Uhr (Stellarium)Die Sternbilder am Südhimmel morgen gegen Mitternacht, am 15. April gegen 23 Uhr und am Monatsende gegen 22 Uhr (Stellarium)

Nach Einbruch der Dunkelheit dominieren mit Löwe, Jungfrau und Bootes die klassischen Frühlingssternbilder am Firmament. Der Große Wagen steht dann – auch das ein typisches Zeichen des himmlischen Frühlings – im Zenit. Verlängert man die Deichsel im flacher werdenden Bogen nach unten, so fällt der Blick zunächst auf den rötlichen Arktur im Bootes und dann auf die blauweiße Spica in der Jungfrau.

Saturn, aufgenommen im Sommer dieses Jahres, mit weit geöffneten Ringen (Hubble / NASA / ESA)Saturn, aufgenommen im Sommer dieses Jahres, mit weit geöffneten Ringen (Hubble / NASA / ESA)

Die hauchdünne Mondsichel ist am Abend des 14. April etwas unterhalb der Plejaden zu sehen. Bis zum 17. zieht sie an diesem Sternhaufen, an Aldebaran im Stier und dem Planeten Mars vorbei. Das ist das schönste Himmelstreffen des Monats.

Vor Beginn der Morgendämmerung zeigen sich tief im Südwesten zwei weitere Planeten. Dort leuchten Jupiter und Saturn. Jupiter ist der linke und deutlich hellere. Am Morgen des 6. und 7. April zieht die abnehmende Mondsichel an ihnen vorbei. Nach Mitternacht steigt am Osthimmel das Sommerdreieck aus Wega, Deneb und Atair empor – und kündet davon, dass die heiße Jahreszeit auch am Firmament nicht mehr fern ist.

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