UNO-Sicherheitsrat
Abstimmung über Resolution zur Straße von Hormus erwartet

Im UNO-Sicherheitsrat soll heute über eine Resolution zur Straße von Hormus abgestimmt werden. Der Entwurf sieht notfalls eine robuste Gewährleistung des Schiffsverkehrs vor. Mehrere arabische Golfstaaten stellten sich hinter den Text.

    Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf.
    Öltanker und Frachtschiffe stauen sich vor der Straße von Hormus. (Altaf Qadri / AP / dpa / Altaf Qadri)
    Bei einem Treffen des UNO-Sicherheitsrats sagte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Albudaiwi, der Iran habe mit seinen Vergeltungsangriffen auf Nachbarstaaten "alle roten Linien" überschritten. Er forderte den Sicherheitsrat auf, "alle notwendigen Maßnahmen" zum Schutz der Seewege und zur Gewährleistung der sicheren Fortsetzung der internationalen Schifffahrt zu ergreifen. Gespräche über die regionale Sicherheit ohne Einbeziehung der sechs Mitgliedstaaten des Kooperationsrats dürfe es nicht geben, betonte Albudaiwi. Dabei handelt es sich um Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate.
    Bahrain, das derzeit den Vorsitz des Sicherheitsrats innehat, hat angekündigt, den Resolutionsentwurf heute zur Abstimmung bringen zu wollen. Allerdings haben Russland und China Bedenken gegen den Text angemeldet.

    40 Staaten verlangen Freigabe der Meerenge

    Rund 40 Staaten forderten den Iran unterdessen auf, den Schifffahrtsweg sofort und bedingungslos wieder freizugeben. Der Iran versuche, die Weltwirtschaft in der Straße von Hormus als Geisel zu nehmen, erklärte die britische Außenministerin Cooper nach einer Videokonferenz zur Lage an der Meerenge. Damit dürfe er sich nicht durchsetzen.
    Die Teilnehmer der Konferenz verlangten, die grundlegenden Prinzipien der Freiheit der Schifffahrt und des Seerechts zu achten. Konkrete Beschlüsse fassten die Teilnehmer allerdings nicht.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.