
Siegmund hatte auf die Frage nach der geplanten Ansiedlung eines israelischen Rüstungskonzerns geantwortet: Man verteufele nicht pauschal die Produktion von Rüstungsgütern, weil man bei der späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive entsprechende Hilfsmittel brauche. Gegenüber der Zeitung "Welt am Sonntag" erklärte Siegmund, dass damit nicht nur Waffen, sondern auch Ausrüstung, Fahrzeuge sowie Schutztechnik für Bundeswehr und Polizei gemeint sei.
Die BSW-Spitzenkandidatin Wittig erklärte, Abschiebungen seien keine militärische Aufgabe. Rüstungsgüter könnten dabei nicht eingesetzt werden. Das BSW gilt als einziger möglicher Unterstützer einer eventuellen AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt.
SPD: Erinnert an totalitäre Vorbilder
Die Aussagen von Siegmund markierten eine neue Qualität, sagte die Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Pähle. Wer bei der angekündigten Massenausweisung von Menschen aus Sachsen-Anhalt ausgerechnet Rüstungsgüter ins Spiel bringe, spreche über "Gewalt als Mittel der Politik." Hier zeige sich die hässliche Fratze einer Politik, deren Sprache und Vorstellungen erneut "an totalitäre Vorbilder" erinnerten.
Die Fraktionsvorsitzende der Linken in Sachsen-Anhalt, von Angern, sagte, die Äußerungen Siegmunds zeigten "das menschenverachtende Weltbild der AfD".
Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.








