Verfassungsschutz
AfD-Jugendorganisation in Nordrhein-Westfalen als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft

Die neu gegründete AfD-Jugendorganisation in Nordrhein-Westfalen ist vom Verfassungsschutz des Landes als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft worden. Innenminister Reul sagte, es handele sich bei dem Landesverband der "Generation Deutschland" im Kern um die Vorgängerorganisation - nur mit neuem Namen.

    Ein junger Mann sitzt auf der Gründungsveranstaltung des Schleswig-Holsteinischen Landesverbands der "Generation Deutschland", der Jugendorganisation der AfD.
    Die Jugendorganisation der AfD in NRW wurde als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft. (dpa / Markus Scholz)
    "Unsere Sicherheitsbehörden wissen sehr genau, mit wem sie es zu tun haben, und lassen sich durch ein neues Label nicht vom Inhalt ablenken", betonte Reul. Die Generation Deutschland folge der Agenda der früheren Jungen Alternative. Zudem bestehe ein hohes Maß an personeller Kontinuität in den Führungspositionen.
    Auch die Junge Alternative NRW war vom Landesverfassungsschutz 2023 als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft worden. Zur Begründung hieß es damals, der Verband sei von einem "völkisch-ethnischen Volksverständnis und Fremdenfeindlichkeit" geprägt. Insbesondere sei es darum gegangen, Menschen mit Migrationsbiografie und Muslime auszugrenzen und verächtlich zu machen. Die Junge Alternative hatte sich im Frühjahr 2025 bundesweit aufgelöst.
    Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.