Landtagswahlen
AfD will hunderte Behördenstellen neubesetzen im Fall einer Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt

Die AfD in Sachsen-Anhalt plant, im Fall einer Regierungsübernahme zahlreiche Posten im Beamtenapparat neu zu besetzen. Eine Zahl von 150 bis 200 Stellen erscheine realistisch, sagte der AfD-Spitzenkandidat Siegmund der Mitteldeutschen Zeitung in Halle.

    Ulrich Siegmund steht auf einem Podium und hält eine Rede.
    Ulrich Siegmund ist Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026. (picture alliance / ABBfoto)
    Sollte versucht werden, unsere Arbeit aktiv zu blockieren, müsse man Maßnahmen ergreifen, führte er aus. Grundsätzlich reiche man aber jedem die Hand, egal welcher politischen Couleur. Siegmund erklärte, der Blick richte sich nicht nur auf die Landesverwaltung, sondern auch auf landeseigene Gesellschaften. Es geht somit nicht nur um Staatssekretäre und deren Stäbe - sondern auch um die Ebene darunter.
    Eine Neubesetzung von Spitzenposten gehört zu Regierungswechseln dazu. Die Ankündigung der AfD geht darüber hinaus. In den USA löste zuletzt ein weitreichender Zugriff auf den Staatsapparat nach der zweiten Amtsübernahme von Präsident Trump anhaltende Konflikte aus. Ähnliches gilt für Polen oder Ungarn. Die AfD Sachsen-Anhalt kommt derzeit in der Wahlumfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap auf 41 Prozent.
    Diese Nachricht wurde am 15.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.