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StartseiteCorsoHoffnung und Mut für den Planeten08.06.2019

"Africa Speaks" von SantanaHoffnung und Mut für den Planeten

Auf seinem neuen Album kombiniert Santana seinen markanten Gitarrensound mit afrikanischen Einflüssen. "Africa Speaks" ist pulsierend, wild und tanzbar, ein einstündiger Jam. Die ungebremste, hörbare Spielfreude und die langen Instrumentalpassagen wecken Erinnerungen an seine Anfänge.

Von Thomas Spickhofen

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Carlos Santana bei einem Konzert auf der Bühne in Prior Lake, Minnesota. (imago - ZUMA Press)
Carlos Santana bei einem Konzert in Prior Lake, Minnesota. (imago - ZUMA Press)
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Wenn er mit den Rhythmen und den Künstlern Afrikas zu tun habe, dann sei das für ihn wie ein Jungbrunnen, sagt Carlos Santana.

Mehr als zwei Dutzend Alben hat Carlos Santana in den vergangenen fünfzig Jahren herausgebracht, aber "Africa Speaks" ist das erste, in dem er sich ganz diesen Wurzeln seiner Musik zuwendet. In der afrikanischen Musik liege alles, was man brauche für Harmonie, Hoffnung und Mut für diesen Planeten, sagt er. Und das brauche man ja grade jetzt so dringend.

Reihenfolge im Auto festgelegt

"Africa Speaks" ist ein wilder Ritt durch das überreiche Angebot afrikanischer Rhythmen, Harmonien und Melodien - ein bisschen Blues, ein bisschen Jazz, gelegentlich Jazzrock. 49 Stücke hat Santana innerhalb von nur zehn Tagen aufgenommen, elf haben es am Ende in das Album geschafft.

Santana: "Ich bin im Auto rumgefahren und habe mir die Songs in einer zufälligen Reihenfolge angehört. Und dann fiel mir auf: Oh mein Gott, dieses Stück ist perfekt, um auf jenes Stück zu folgen."

Carlos Santana vertraut Menschen, die er lange und gut kennt, wie zum Beispiel Cindy Blackman, der Schlagzeugerin, die auch seine Ehefrau ist. Aber auch Leuten, mit denen er zum ersten Mal zusammenarbeitet: Rick Rubin gehört dazu, der Produzent, und Buika, eine spanische Sängerin. Ein mutiges Unterfangen, sie alle immer wieder für seinen Weg zu begeistern zu wollen.

"Das geht nur über Vertrauen und Großzügigkeit. Die Musiker, die mir vertrauen, wissen, dass ich jeden würdig und gleich behandele. Ich glaube auch, dass man mir die Freude im Gesicht ablesen kann. Das ist wahrscheinlich sehr ansteckend. Die Leute sind dann überzeugt: Wenn sie diesen Weg mit mir gehen, dann werden sie in ... sagen wir ... 20 Jahren sehr stolz darauf sein."

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