Sperrung der Bonner Nordbrücke
Al-Wazir (Grüne) wirft Bundesverkehrsministerium falsche Prioritäten bei Infrastrukturprojekten vor

Angesichts der Sperrung der Bonner Nordbrücke auf der A565 hat der Vorsitzende des Bundestagsverkehrsausschusses, Al-Wazir, der Bundesregierung vorgeworfen, zu viel Wert auf neue Autobahnen zu legen. Dies führe dazu, dass Geld und planerische Kapazitäten für die Sanierung bestehender Bauten fehlten, sagte der Grünen-Politiker im Deutschlandfunk.

    Das Bild zeigt einen Blick auf die Brücke. Mehrere Autos und ein Lkw fahren darüber. Im Vordergrund stehen Baustellenschilder.
    Die Bonner Nordbrücke (Archivbild) (Thomas Banneyer / dpa / Thomas Banneyer)
    Al-Wazir fügte hinzu, im Fall Bonn habe das Verkehrsministerium zudem den Aufwand für die Sanierung mit der Vorgabe einer Verbreiterung deutlich erhöht. Bundesverkehrsminister Schnieder, CDU, hatte gestern erneut rasches Handeln zugesagt. Die Bonner Nordbrücke habe für die Bundesregierung höchste Priorität. Das 1967 errichtete Bauwerk war am Mittwoch überraschend wegen Schäden am Tragwerk gesperrt worden. Das löste massive Verkehrsbehinderungen aus.
    Diese Nachricht wurde am 06.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.