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StartseiteThemaWas Sie über die Grundrente wissen müssen19.02.2020

AltersvorsorgeWas Sie über die Grundrente wissen müssen

Mit der Grundrente sollen Menschen, die lange gearbeitet haben, aber dennoch nur wenig Rente bekommen, einen Bonus erhalten. Das Bundeskabinett hat sie nun beschlossen. Die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie hier.

Ein Rentnerpaar sitzt auf einer Bank vor dem Reichstag und sonnt sich (Stephan Scheuer/dpa)
Die Grundrente wurde von der Regierungskoalition nun beschlossen (Stephan Scheuer/dpa)

Die Große Koalition hat sich auf die Eckpunkte der Grundrente geeinigt. Sie soll ab 2021 ausgezahlt werden.

Was ist die Grundrente?

Die Grundrente ist ein gesetzlicher Anspruch auf einen Aufschlag auf eine zu geringe Rente. Angesiedelt ist sie bei den Rentenversicherungsträgern, also an die Versicherungslösung angekoppelt. Allerdings wird sie nicht aus den Versicherungsbeiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert, sondern aus Steuermitteln. Geplant ist eine Gegenfinanzierung durch die Finanztransaktionssteuer. Bis es soweit ist, soll sie aus dem Bundeshaushalt bezahlt werden.

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In Abgrenzung dazu ist die Grundsicherung eine aus Steuergeldern finanzierte Sozialleistung, die eine Bedürftigkeit voraussetzt. Sie wird auch nur entsprechend des Bedarfs ausgezahlt.

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Wer bekommt die Grundrente?

Wenn das monatliche Einkommen eines Rentners oder einer Rentnerin 1.250 Euro bei Alleinstehenden und 1.950 Euro bei Paaren nicht übersteigt, dann besteht ein Anspruch auf Grundrente, wie Volker Finthammer in den Information am Morgen schildert. Bis zu einer Grenze von 1.600 Euro für Alleinstehende und 2.300 Euro für Paare reicht die Pufferzone, in der man nur noch einen Teilaufschlag erhält. Oberhalb dieser Einkommensgrenzen gibt es keinen Anspruch mehr auf die Grundrente. Eine separate Bedürftigkeitsprüfung gibt es nicht, entscheidend ist aber eine Einkommensprüfung.

Ein weiteres Kriterium ist die Anzahl der Pflichtversicherungsjahre: Der Rentner oder die Rentnerin müssen mindestens 33 Versicherungsjahre haben, um den Anspruch zu erhalten. Mit 33 und 34 ist die Zahlung dann reduziert, ab 35 Jahre gibt es den vollen Zuschlag. Entscheidend ist auch, wie hoch die tatsächlichen Rentenansprüche sind. Wer zum Beispiel nur Minijobs hatte, bekommt keine Grundrente, hat aber eventuell einen Anspruch auf Grundsicherung. Diese Versicherungsjahre können aus folgenden Zeiten kommen: Berufstätigkeit oder Selbständigkeit, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen, Zeiten der Leistungen bei Krankheit oder Rehabilitation, Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung und Pflege - diese zählen bei der Erfüllung der Mindestversicherungszeiten mit sowie Ersatzzeiten, zum Beispiel Zeiten des Kriegsdienstes, der Kriegsgefangenschaft oder der politischen Haft in der DDR.

Wie hoch ist die Grundrente?

Die Höhe der Grundrente bemisst sich nach den auf dem Rentenkonto gespeicherten Entgeltpunkten. Entsprechend kann sie sehr unterschiedlich ausfallen.

Katja Mast, SPD-Fraktionsvize, macht im Interview mit dem Dlf zum Beispiel folgende Rechnung auf: "Wenn Sie Floristin waren, 40 Jahre gearbeitet haben, haben Sie in der Regel 40 Prozent des Durchschnittseinkommens und kommen heute auf eine Rente von ungefähr 530 Euro. Mit der Grundrente kommen Sie auf fast 950 Euro."

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