Montag, 23. Mai 2022

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Am Mikrofon
Der Theaterregisseur Hansgünther Heyme

Die einen nennen ihn einen experimentierfreudigen Theatermacher, andere beschimpfen ihn als Klassik-Killer - zweifelsohne ist der 1935 in Bad Mergentheim geborene Hansgünther Heyme einer der wichtigsten deutschen Regisseure der Nachkriegszeit. Seine Inszenierungen betrachtet er selbst als politische Arbeit.

14.02.2015

Schauspieler Klaus Maria Brandauer (l) unterhält sich am 30.4.2001 vor dem Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen mit Festspielleiter Hansgünther Heyme.
Schauspieler Klaus Maria Brandauer (l) unterhält sich am 30.4.2001 vor dem Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen mit Festspielleiter Hansgünther Heyme. (picture-alliance / dpa / Bernd Thissen)
Begonnen hat die Laufbahn von Hansgünther Heyme nach einer Assistenzzeit bei Erwin Piscator Anfang der 60er-Jahre. Seine Wiesbadener Inszenierung von Schillers "Wilhelm Tell" wurde 1965 ein Theaterskandal, der ihn auch außerhalb Deutschlands bekannt machte.

Es folgten Stationen als Regisseur und Schauspieldirektor in Köln, Stuttgart, Essen, Bremen und Ludwigshafen; und 1991 übernahm Hansgünther Heyme für mehrere Jahre die künstlerische Leitung der Ruhrfestspiele. Zunächst hatte sich Heyme als Spezialist für antike Stoffe hervorgetan, in den vergangenen Jahren machte er sich auch als Opernregisseur einen Namen.