
Zuvor hatte bereits das Sozialministerium in Dresden mitgeteilt, der 33-jährige Deutsche sei wenige Tage vor der Tat stationär in einer psychiatrischen Einrichtung behandelt worden. Er sei dort auf eigenen Wunsch aufgenommen worden. Eine Eigen- oder Fremdgefährdung habe nicht vorgelegen. Der Mann hatte sein Auto am Montag in eine Menschenmenge in der Leipziger Innenstadt gesteuert. Zwei Menschen wurden getötet. Nach Angaben von Oberbürgermeister Jung sind alle Verletzten außer Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen Mordes auf. Die sächsische Landesregierung ordnete Trauerbeflaggung für alle Behörden und Dienststellen an.
Am Abend wurde der Opfer der mutmaßlichen Amokfahrt gedacht. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer und Leipzigs Oberbürgermeister Jung nahmen an einem ökumenischen Gottesdienst in der Nikolaikirche nahe der Fußgängerzone teil. Bei einer Andacht in der Universitätskirche waren zuvor bereits mehr als 1.000 Menschen zusammen gekommen.
Leipzig überprüft Sicherheitskonzept
Derweil kündigte Leipzig an, das Sicherheitskonzept für die Innenstadt noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. Jung betonte in einer vom Deutschen Städtetag verbreiteten Erklärung, die Städte in Deutschland täten ihr Bestes, um für größtmögliche Sicherheit zu sorgen. Klar sei aber auch, dass man die Innenstädte nicht zu Festungen umbauen könne. Der Amokfahrer hatte offenbar ungehindert mit seinem Auto in die Fußgängerzone einfahren können. An der von ihm genutzten Zufahrtsstelle gibt es keine Begrenzungspoller.
Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






