"Pfingstbrief"
Angriff auf Söder? CSU-Vize Weber bekräftigt Forderung nach Neuausrichtung der Partei

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Weber hat seine Forderung nach einer Neuausrichtung der Partei bekräftigt.

    Manfred Weber , EVP-Spitzenkandidat, und Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender in München.
    Manfred Weber und Markus Söder. (Archivbild) (dpa / Peter Kneffel)
    Um den Höhenflug der AfD zu beenden, reiche gutes Regieren allein nicht aus, sagte er den Funke-Medien. Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei in Brüssel führte aus, wenn es nicht gelinge, eine Perspektive für morgen aufzubauen, werde man Schwierigkeiten haben, den Populismus zu stoppen. Man brauche den Mut, nicht den Umfragewerten zu folgen, sondern dem Herzen. Die Wähler hätten bei der Kommunalwahl mit dem durchwachsenen Ergebnis für die CSU gezeigt, dass die Christdemokraten mehr tun müssten. Auf die Frage, ob er Parteichef Söder stürzen wolle, führte Weber aus, es gehe ihm darum, eine notwendige Debatte anzustoßen. Mit Söder sei er im Austausch.
    Weber hatte an Pfingsten einen Brief mit ähnlichen Aussagen an Mandatsträger verschickt. Dieser wurde von vielen in der CSU als Angriff auf Söder interpretiert. Während sich etwa Fraktionschef Holetschek hinter Söder stellte, bekam Weber unter anderem Unterstützung vom CSU-Ehrenvorsitzenden Waigel.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.