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StartseiteHintergrundFrankreich steht unter Schock07.01.2015

Anschlag in ParisFrankreich steht unter Schock

Maskierte Attentäter haben die Redaktion des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" angegriffen und mindestens zwölf Menschen getötet. Das Land steht unter Schock, Politiker weltweit reagierten entsetzt. In unserem "Brennpunkt" arbeiten wir den Anschlag und die Reaktionen auf.

Dominik Grillmayer im Gespräch mit Andreas Noll sowie Beiträge von Andreas Teska, Suzanne Krause und Annette Riedel

Hunderte Menschen haben sich in Paris versammelt, um der Opfer des Anschlags auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" zu gedenken. (AFP / John Macdougall)
Hunderte Menschen haben sich in Paris versammelt, um der Opfer des Anschlags auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" zu gedenken. (AFP / John Macdougall)
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Weiterführende Information

"Titanic"-Chefredakteur Wolff - Die Antwort auf den Anschlag kann nur mehr Satire sein
(Deutschlandfunk, Corso, Interview mit "Titanic"-Chefredakteur Tim Wolff, 07.01.2015)

"Charlie Hebdo" - Weltweite Bestürzung über den Anschlag
(Deutschlandfunk, Aktuell, 07.01.2015)

"Charlie Hebdo" - Zwölf Menschen sterben bei Anschlag auf Satirezeitschrift
(Deutschlandfunk, Aktuell, 07.01.2015)

Gespräch mit Dominik Grillmayer vom Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg. Das Interview führte Andreas Noll.

Nach Einschätzung von Frankreich-Kenner Dominik Grillmayer wird die französische Bevölkerung nach dem Anschlag auf die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" nun erst einmal ein Zeichen setzen wollen gegen den Terror und für westliche Werte. Es sei aber möglich, dass langfristig aus dem Für ein Wider werde, und zwar gegen Islamismus und islamistische Fanatiker, sagte der Mitarbeiter des Deutsch-Französischen Instituts im Deutschlandfunk. Ähnlich wie in Deutschland gebe es auch in Frankreich Abstiegsängste im Mittelstand, die sich in einer diffusen Angst vor einer Islamisierung ausdrücken könnten.

Ein möglicher Profiteur sei der rechtsextreme Front National. "Die bittere Erkenntnis ist, dass das schon Mühlen auf die Wasser des Front National sein kann", sagte Grillmayer. Die Frage sei nun, ob sich dieses Attentat zunehmend in einer pauschalen Ablehnung des Islam als solchen äußere oder ob doch noch differenziert werde. "Es gilt zu befürchten, dass der Zulauf mitunter noch größer werden könnte."

Hören Sie hier die weiteren Beiträge des "Brennpunkts" nach:

 

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