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Anti-Doping-Gesetz"International wäre es ein strenges Gesetz"

Die Bundesregierung verschärft die Doping-Bekämpfung. Was im Koalitionsvertrag vereinbart ist, liegt nun als Referenten-Entwurf für ein hartes Anti-Doping-Gesetz vor. DLF-Autor Robert Kempe geht davon aus, dass der Entwurf nicht mehr groß verändert wird. Es sei aber kein Allheilmittel.

Robert Kempe im Gespräch mit Philipp May | 03.10.2014

Der Entwurf für ein Anti-Doping-Gesetz aus den Bundesministerien für Justiz und Inneres liegt vor, aber er geht weiter, als der organisierte Sport es gerne hätte. Deutschlandfunk-Autor Robert Kempe geht dennoch davon aus, dass das Gesetz in dieser Form im Bundestag verabschiedet wird. Das sagte er in der Sendung "Sport am Feiertag" im Deutschlandfunk.
So sollen in dem Anti-Doping-Gesetz schon Sportler bestraft werden, die verbotene Mittel nur besitzen - und das mit bis zu zwei Jahren Gefängnis. "International wäre es ein strenges Gesetz", sagt Kempe, denn in Frankreich sei nur der Besitz oder Italien der Konsum von Dopingsubstanzen strafbar. "Aber nicht beides." Generell wäre das Gesetz aber kein Allheilmittel für einen dopingfreien Sport.
Das Gespräch können Sie bis zum 03. April 2015 nachhören.