Spritpreise
Arbeitnehmerflügel der CDU kritisiert Wirtschaftsministerin Reiche: "An der Lebensrealität vorbei"

In der Debatte um Entlastungen angesichts steigender Spritpreise hat der Arbeitnehmerflügel der CDU Kritik an Bundeswirtschaftsministerin Reiche geübt. Der Vorsitzende Radtke sagte den Funke-Medien, Maßnahmen wie eine temporär erhöhte Pendlerpauschale gingen an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei.

    Katherina Reiche spricht in ihrem Ministerium.
    Bundeswirtschaftsministerin Reiche, CDU (picture alliance/dts-Agentur)
    Reiches Vorschlag helfe Menschen mit kleinem Einkommen kaum. Wer wenig verdiene, zahle auch weniger Steuern und profitiere daher weniger von steuerlichen Instrumenten, betonte Radkte. Wenn die Bundesregierung Menschen wirklich entlasten wolle, seien Maßnahmen nötig, die sofort und unabhängig vom Einkommen bei ihnen ankämen. Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels ergänzte, die Hälfte der Bevölkerung habe keine Ersparnisse und lebe von Monat zu Monat.
    Radtke und auch Politiker aus der SPD und von den Grünen hatten sich zuletzt für eine Streichung der Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel ausgesprochen.
    Diese Nachricht wurde am 06.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.