Spritpreise
Arbeitnehmerflügel der CDU kritisiert Wirtschaftsministerin Reiche: "An der Lebensrealität vorbei"

Der CDU-Arbeitnehmerflügel hat in der Debatte um Entlastungen angesichts steigender Kraftstoffpreise Kritik an Bundeswirtschaftsministerin Reiche geübt.

    Katherina Reiche spricht in ihrem Ministerium.
    Bundeswirtschaftsministerin Reiche, CDU (picture alliance/dts-Agentur)
    Der Vorsitzende Radtke sagte den Funke-Medien, Maßnahmen wie eine temporär erhöhte Pendlerpauschale gingen an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei. Reiches Vorschlag helfe Menschen mit kleinem Einkommen kaum. Wer wenig verdiene, zahle auch weniger Steuern und profitiere daher weniger von steuerlichen Instrumenten, betonte Radtke. Wenn die Bundesregierung Menschen wirklich entlasten wolle, seien Maßnahmen nötig, die sofort und unabhängig vom Einkommen bei ihnen ankämen.
    Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels schlug unter anderem ein Mobilitätsgeld von 600 Euro im Jahr für Arbeitnehmer vor, die weniger als 60 Prozent des Median-Einkommens verdienen. Radtke sprach sich zudem dafür aus, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auf null Prozent zu senken. Ähnliche Forderungen hatte es zuletzt auch aus den Reihen von SPD und Grünen gegeben.
    Diese Nachricht wurde am 06.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.