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StartseiteMusik-PanoramaVergänglichkeit und Hoffnung25.12.2018

Aris Quartett mit neuer CDVergänglichkeit und Hoffnung

Das Aris Quartett gehört zu den "shooting stars" der internationalen Streichquartett-Szene. Im Deutschlandfunk Kammermusiksaal haben die Streicher zwei Werke von existentieller Wucht eingespielt: Schuberts "Der Tod und das Mädchen" und Schostakowitschs 8. Streichquartett.

Am Mikrofon: Norbert Hornig

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Die vier Musiker des Aris Quartett stehen unter einem Glasdach auf einer Rampe und halten die Instrumente in ihren Händen. (Simona Bednarek)
Anna Katharaina Wildermuth, Lukas Sieber, Caspar Vinzens und Noémi Zipperling (Simona Bednarek)
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2009 wurde das Aris Quartett in Frankfurt am Main gegründete. Nach einer ganzen Serie von Erfolgen bei internationalen Wettbewerben, u.a. beim ARD-Musikwettbewerb in München 2016, hat sich das Ensemble in wenigen Jahren ganz nach oben gespielt. Heute ist das Aris Quartett mit rund 90 Auftritten pro Saison weltweit unterwegs. Im Herbst kam seine vierte CD in den Handel, eine Koproduktion von Deutschlandfunk und dem Label Genuin.

Die vier Musiker des Aris Quartett sitzen mit ihren Instrumenten im Kreis um ihre Notenpulte im Deutschlandfunk Kammermusiksaal. (Deutschlandfunk)Das Aris Quartett spielt ihre Schubert- und Schostakowitsch-CD im Deutschlandfunk Kammermusiksaal ein. (Deutschlandfunk)

Dem Streichquartett Nr. 8 von Dmitri Schostakowitsch steht hier das Streichquartett Nr. 14 "Der Tod und das Mädchen" von Franz Schubert gegenüber. Beides sind stark biographisch geprägte Werke, die sich auf musikalisch höchst eindringliche Weise mit Lebensfragen beschäftigen. Mit Tod und Vergänglichkeit, mit Trost und Hoffnung. Schostakowitsch schrieb sein Streichquartett tief beeindruckt vom Bild der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Stadt Dresden. Und Schubert komponierte sein d-Moll Streichquartett nach einer bedrohlichen gesundheitlichen Krise, von der er sich nur langsam erholte. Das Thema des Todes aus dem Vorspiel seines Liedes "Der Tod und das Mädchen", fand dabei Eingang in den langsamen Satz des Streichquartetts und gab dem Werk seinen Beinamen.

Dmitri Schostakowitsch
Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello Nr. 8 c-Moll, op. 110

Franz Schubert
Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello Nr. 14 d-Moll, D 810
"Der Tod und das Mädchen"

Anna Katharina Wildermuth, Violine
Noémi Zipperling, Violine
Caspar Vinzens, Viola
Lukas Sieber, Violoncello

Aufnahme vom 16.-17. März und 20.-21. April 2018 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

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