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Astronomie
Mond, Saturn und Antares

Morgen früh gegen 4 Uhr zeigen sich die abnehmende Mondsichel und der Ringplanet Saturn über dem Südosthorizont. Gut eine Stunde später lässt sich auch Antares erkennen, der Hauptstern des Skorpions.

Von Dirk Lorenzen |
    Mond, Saturn und Antares zeigen sich morgen früh tief im Südosten
    Mond, Saturn und Antares zeigen sich morgen früh tief im Südosten. (Stellarium)
    Er befindet sich genau unterhalb des Mondes. Wenn die drei gegen sieben Uhr in der Morgendämmerung verblassen, stehen sie schon fast im Süden.
    Saturn leuchtet derzeit in dem markanten Sternbogen, der zum Skorpionkopf gehört. Anhand dieser Sterne lässt sich im Frühling und Sommer der Lauf des Planeten gut verfolgen.
    Das morgendliche Dreigestirn zeigt eindrucksvoll, wie sehr der optische Eindruck täuschen kann: Der Mond scheint zwar das größte und hellste Objekt zu sein, tatsächlich aber ist er am kleinsten. Nur weil er der Erde so nah ist, ist er am Himmel so dominierend.
    Saturns Äquatordurchmesser ist mehr als 30-mal größer - doch weil er fast 4000-mal weiter entfernt ist als der Mond, leuchtet er am Himmel nur noch als Lichtpunkt.
    Gemessen an Antares ist allerdings selbst Saturn kaum mehr als ein kosmischer Krümel: Der Hauptstern im Skorpion ist ein Roter Überriese und etwa 900-mal größer als die Sonne.
    Stünde er an ihrer Stelle, würde er fast bis zur Jupiterbahn reichen. Saturn wäre dann ein sonnennaher Planet.
    Während Mond und Saturn nur zu sehen sind, weil die Sonne sie beleuchtet, strahlt Antares selbst viel Licht ab. Trotz einer Entfernung von 600 Lichtjahren gehört er zu den hellsten Sternen an unserem Himmel.
    Das ungleiche Trio aus kleinem Mond, Ringplanet und Riesenstern zeigt sich morgen früh im Südosten.