Donnerstag, 08. Dezember 2022

Kultrun, Trutruca, Pifilca
Gesänge und Rituale der Mapuche in Chile

Die Mapuche sind das größte indigene Volk in Chile. Jahrhundertelang kämpften sie gegen koloniale Unterwerfung, bis sie vor etwa 150 Jahren in Reservate gedrängt wurden. Bettina Brand besuchte sie und erfuhr in Gesprächen, welche besondere Rolle das Spirituelle heute in ihrer Musik spielt.

Von Bettina Brand | 22.11.2022

Eine Frau in traditioneller Kleidung und großem Silberschmuck am Hals spielt eine Trommel, während ein mann, ebenfalls mit traditionellem Umhang, ein Blasinstrument spielt.
Bettina Brand traf auch die Schamanin Marjama Uèl und ihren Enkel, die sie an ihren Zeremonien Musik teilhaben ließen. (Bettina Brand)
Die Mapuche in Chile: ihre Legenden und Mythen überliefern ihren unbeugsamen Kampfgeist und Stolz. Drei Jahrhunderte lang wurden sie unterdrückt, bis sie vor etwa 150 Jahren in Reservate gedrängt wurden. Bis heute ringen sie um die Rückgabe ihrer Ländereien, um politische Mitbestimmung, um die Anerkennung ihrer Riten und ihrer Sprache Mapudungun.

Eine Reise in eine andere Welt

Vor drei Jahren besuchte Autorin Bettina Brand die Mapuche auf der Suche nach noch praktizierten indigenen Musikkulturen. Sie traf dabei den Vogelmann Lorenzo Aillapan, die Schamanin Marjama Uèl und die Kräuterheilerin Saavedra. In Gesprächen mit ihnen vermittelt sich die besondere Rolle des Spirituellen im Leben und ihr Wissen um nachhaltiges Leben im Einklang mit der Natur.