Genf
Atomgespräche zwischen USA und Iran beendet - Oman: "Erhebliche Fortschritte"

Die USA und der Iran haben ihre Atomverhandlungen in Genf beendet. Das teilte der Oman mit, der als Vermittler auftritt.

    Das Schild der Botschaft des Oman in Genf, darüber ist eine Kamera installiert.
    Delegationen der USA und des Iran trafen sich unter Vermittlung des Golfstaats Oman in dessen Botschaft in Genf. (AFP / HAROLD CUNNINGHAM)
    Omans Außenminister al-Bussaidi erklärte auf X, es habe erhebliche Fortschritten bei den Verhandlungen gegeben. Auch der iranische Außenminister Araghtschi sprach von Fortschritten. Die Gespräche würden am Montag "auf technischer Ebene" fortgesetzt. Dem Vernehmen nach sollen diese in Wien stattfinden, dem Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA.
    Die USA wollen nach eigenen Angaben verhindern, dass Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, das Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

    Vance erhebt Vorwürfe

    US-Vizepräsident Vance erklärte vor dem heutigen Treffen, die USA hätten Hinweise darauf, dass Teheran seit den amerikanischen Angriffen vom Juni sein Atomprogramm wieder aufbaue. Außenminister Rubio warf dem Iran zudem vor, Interkontinentalraketen zu entwickeln.

    Auch Ukraine-Gespräche in Genf

    In Genf wurden auch Verhandlungen zwischen Vertretern der Ukraine sowie Russlands und der USA über ein mögliches Ende des russischen Angriffskriegs geführt. Die Vereinigten Staaten waren mit den Gesandten Witkoff und Kushner vertreten, die auch bei den Iran-Gesprächen aktiv sind. Der ukrainische Präsident Selenskyj erklärte am Abend, die nächste Gesprächsrunde finde voraussichtlich Anfang März in Abu Dhabi statt.

    Weiterführende Informationen

    USA und Iran verhandeln: Durchbruch oder Eskalation?
    Bericht über die Iran-USA-Gespräche in Genf (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.