Mittwoch, 12.12.2018
 
StartseiteNachrichten-Blogs: Aus der NachrichtenredaktionMichael Thiedeke - vierzig Jahre Deutschlandfunk16.07.2018

Aus der NachrichtenredaktionMichael Thiedeke - vierzig Jahre Deutschlandfunk

Nicht viele Menschen arbeiten vier Jahrzehnte in einer Nachrichtenredaktion. Michael Thiedeke hat heute vor vierzig Jahren beim Deutschlandfunk angefangen. Unser Kollege ist übrigens blind. Wir haben ein Interview mit ihm geführt, damit auch Sie ihn kennenlernen können. Es lohnt sich.

Von Marco Bertolaso und Jörg-Christian Schillmöller

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Redakteur Michael Thiedeke (DLF/Sturmberg)
Michael Thiedeke (Mitte) am 3.12.2015 bei einem Inklusions-Symposium "seiner" Nachrichtenredaktion im Dlf-Sendesaal (DLF/Sturmberg)

Marco Bertolaso: In einer Nachrichtenredaktion arbeiten viele Menschen. So ist es auch beim Deutschlandfunk. Die meisten draußen denken da an die Redakteurinnen und die Redakteure. Aber nur mit Journalisten kann man keine Nachrichten machen. Wir haben eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen, die ganz anderes wichtiges Können und Handwerk mit einbringen.

Mit einem von ihnen sind wir jetzt am Telefon verbunden. Das ist Michael Thiedeke. Herr Thiedeke ist Stenograph bei uns. Er kann nicht sehen. Er hat mir gesagt, wir dürfen sagen, er ist blind. Und – und das ist der Grund unseres Gesprächs – er arbeitet heute genau seit 40 Jahren für den Deutschlandfunk. – Hallo, Herr Thiedeke!

Michael Thiedeke: Hallo, Herr Bertolaso!

Bertolaso: Wir sind hier zu zweit, Jörg-Christian Schillmöller und ich, und wir wollen Ihnen ein paar Fragen stellen, von denen wir glauben, dass sie auch für unsere Hörerinnen und Hörer und die Nutzer unserer Seite interessant sind. – Vielleicht sagen Sie uns, Herr Thiedeke, als erstes mal: Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?

Nicht allzu gute Deutschnoten

Thiedeke: Ich würde sagen, angefangen hat alles 1976. Da hatte ich kurz vor den Sommerferien meinen Schulabschluss und es stand natürlich die Frage an, was ich denn wohl später mal werden möchte oder sollte, nach Meinung meiner Eltern und natürlich auch nach meiner eigenen Meinung. Hinzu kam dann noch ein Gespräch bei der Berufsberatung, die mir versucht haben klarzumachen, dass doch ein Beruf im Büro nicht wirklich was für mich wäre, denn aufgrund meiner, na ja, nicht allzu guten Deutschnote hatten die sich gedacht, es wäre doch besser, ich könnte in einer anderen Richtung tätig werden.

Aber nach einiger Überzeugungsarbeit meinerseits hat sich dann ganz schnell die Richtung festgelegt auf Bürokaufmann. Das war damals die Bezeichnung der Ausbildung, die ich gemacht habe. Damit war auch schon klar, dass der Schwerpunkt der Ausbildung a) im Schreiben von Geschäftsbriefen zu finden war, b) natürlich auch eine Telefonisten-Ausbildung dazugehörte, um dann eventuell an einer Telefonzentrale zu arbeiten. Und die Stenographie spielte eine große Rolle, denn man musste ja auch mal was mitschreiben, wenn ein Vorgesetzter einem schnell einen Brief zu diktieren hatte und der dann nachher zu Papier gebracht werden musste.

Jörg-Christian Schillmöller: Herr Thiedeke, war das die Brücke zum Deutschlandfunk, dieser Gedanke der Stenographie, des schnellen Mitschreibens?

"Ich war arbeitslos, um es knallhart zu sagen"

Thiedeke: Nein! Die Brücke zum Deutschlandfunk, die wurde eigentlich viel später, nämlich 1978 ganz knapp vor meinem Berufseinstieg bei selbigem Sender geschlagen. Ich hatte meine Prüfung schon gemacht, Anfang/Mitte Juni, und war eigentlich noch arbeitslos, um es mal so knallhart zu sagen.

Dann bekam aber unsere Schule – ich bin in Düren in die Blindenschule gegangen – einen Anruf von einem Herrn Gorschenek, seines Zeichens Leiter der Nachrichtenredaktion im Deutschlandfunk, der auf der Suche war nach einem blinden oder nichtsehenden Mitarbeiter für den stenographischen Dienst. Er hat sich dann in der Schule Düren und in der Blindenschule Soest vorgestellt und nach jemandem gefragt, der nach Meinung der Schule für diesen Job geeignet wäre. Eine Lehrerin, bei der ich auch Unterricht in Maschinenschreiben hatte, die hat dann meinen Vater kontaktiert, der auch in der Schule arbeitete, gefragt, ob ich denn schon einen Job hätte, was er verneint hat. "Dann soll er doch mal beim Deutschlandfunk anrufen; die sind auf der Suche nach jemandem. Und ich meine, der Michael wäre dafür geeignet."

Stenographie war damals wichtiger Teil der Nachrichtenarbeit

Bertolaso: Herr Thiedeke, so sind Sie zum Deutschlandfunk gekommen. Nun muss man für die Menschen, die uns zuhören oder die den Text lesen, noch sagen: Das war damals sehr, sehr üblich, dass bei Medien Stenographen gearbeitet haben. Ich weiß das auch noch von meinen ersten Wochen, Monaten und Jahren als Redakteur. Das war nämlich so: Es gab ja kein Internet, all das kannten wir noch nicht. Und wenn dann bestimmte Dinge in der Welt passierten, dann riefen Korrespondenten an beispielsweise und diktierten sehr schnell, sehr eilig das Geschehen durch, und Stenographen nahmen das auf und vertexteten das und brachten es in die Redaktionen. So stelle ich mir vor, werden Ihre ersten Jahre auch gelaufen sein.

Thiedeke: Nicht ganz. Meine ersten Jahre bestanden hauptsächlich …

Bertolaso: ... das habe ich mir also wieder falsch vorgestellt...

Thiedeke: Ja, das haben Sie sich wieder falsch vorgestellt. – Meine ersten Jahre bestanden tatsächlich noch nicht mal so sehr aus Mitstenographieren, sondern eher aus der Abschrift von Interviews und größeren Sendungen für die Hörerschaft. Denn es gab ja noch kein Internet, wie Sie schon gesagt haben, und alles, was die Hörer mitbekommen haben, aber nicht ganz mitbekommen, oder irgendwelche Informationen fehlten noch, das mussten wir dann zu Papier bringen und verschicken, damit die Hörer dann auch das Manuskript der vielleicht nicht ganz gehörten Sendung noch mal nachlesen konnten.

Er schreibt schneller, als andere lesen

Schillmöller: Herr Thiedeke, ich habe kurz vor dem Interview in der Redaktion noch mal gefragt, was auch die Kollegen, die Sie schon so lange kennen, von Ihnen wissen wollen. Der Kollege Thorsten-Gerald Schneiders sagte: "Frag‘ doch mal den Herrn Thiedeke: Wie geht das? Der kann schneller schreiben als andere lesen."

Thiedeke: Das ist gut. Das ist auch eine Frage, die ich mir selber immer wieder stelle, weil ich bekomme die natürlich jetzt nicht nur von Ihnen gestellt, sondern auch von den Redaktionen, die ich mit meinen Manuskripten beliefere. Und ehrlich gesagt: Ich kann sie gar nicht richtig beantworten. Das was ich immer sage ist: Ich kann nicht langsamer schreiben, weil wenn ich langsamer schreiben würde, dann habe ich mehr und mehr das Gefühl, da schleichen sich Fehler ein. Die müssen noch nicht mal da sein, aber ich habe dann im Inneren irgendwie so eine Eingebung, da hast Du jetzt was falsch geschrieben, und dann stockt das Ganze und ich komme raus und muss dann wirklich mal nachlesen, ob mein Eindruck stimmt oder nicht. Ein gewisses Tempo muss immer da sein. Dass das für manch einen ein bisschen zu schnell ist – ja, damit muss man leben!

Technische Revolutionen

Bertolaso: Meine Damen und Herren, wir sprechen gerade, Jörg-Christian Schillmöller und ich, mit Michael Thiedeke, unserem Stenographen aus der Nachrichtenredaktion, der nicht sehen kann und der heute auf den Tag seit 40 Jahren beim Deutschlandfunk arbeitet und einen wesentlichen Schwerpunkt seiner Arbeit darin immer schon gehabt hat, Texte zu erstellen aus gesagtem und gesprochenem Wort, und der heute, um jetzt diese Brücke mal zu schlagen, damit ein ganz, ganz wichtiger Mitarbeiter für unsere Internet-Angebote ist, weil die Menschen die Dinge, die sie hören, zum großen Teil auch nachlesen wollen, weil wir einfach auch keine Manuskripte mehr verschicken im großen Stil, sondern weil Sie alle ja erwarten, dass das Interview, was sie gehört haben, möglichst bald auch als Text im Netz steht.

In dem Zusammenhang, Herr Thiedeke, die Frage: Sie blicken auf vier Jahrzehnte zurück. Was hat sich technisch verändert? Das muss doch eine Menge gewesen sein.

Der Anfang - Schreibmaschine mit Aufklebern als Markierung

Thiedeke: Das war eine Menge! Das war mindestens eine Revolution, wenn nicht noch mehrere dabei. Mein Anfang bestand darin, dass ich eine elektrische Kugelkopf-Schreibmaschine hatte als Arbeitsgerät. Die hatte lediglich ein paar aufgeklebte Punkte auf bestimmten Tasten, damit ich weiß, wo die Grundstellung ist und ein paar Buchstaben, wo man sich schnell vertun kann. Dann gab es eine Steno-Maschine, wo hinten ein Streifen rauskam, der dann in Blindenschrift beschrieben wurde. Je nachdem wie lang das Stenogramm war, musste man natürlich aufpassen, dass dieser Streifen sich nicht verheddert hat. Und das war’s dann auch schon!

Schillmöller: Ist das mal passiert, dass der sich verheddert hat?

Thiedeke: Ja, ja. Wenn man so fünf bis sechs Meter hatte, wenn schon mal ein Kommentar durchgegeben wurde. Denn ich habe mich nach ein paar Jahren auch mal bei den Stenographen bemüht, das eine oder andere auch mitzustenographieren, allein um schon den Anschluss an die Stenographie nicht zu verlieren, und das hat sich dann auch ein bisschen gefestigt, so dass ich auch schon mal die eine oder andere Meldung oder auch einen Kommentar mit aufgenommen habe für die Redaktionen. Da kam es schon mal vor, dass ein Streifen sich verheddert hat. Klar, da musste man ordentlich aufpassen.

Am 3.12.2015 hat die Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion das Symposium "Wunsch oder Wirklichkeit - Inklusion in Politik, Medien und Gesellschaft" veranstaltet. Kooperationspartner waren die "Aktion Mensch" und die "Bundeszentrale für politische Bildung". Michael Thiedeke war mit dabei in der Diskussionsrunde "Inklusion und Medien", die Sie nachlesen und -hören können.

Auch blinde Menschen können heute völlig selbständig arbeiten

1984 gab es dann die schlagartig erste Revolution, denn da bekam ich zwar auch wieder eine elektrische Schreibmaschine. Die hatte aber dann schon ein Terminal angeschlossen, und auf diesem Terminal konnte man jeden geschriebenen Buchstaben in Blindenschrift mitlesen, so dass da schon mal ein selbständiges Arbeiten möglich war, was vorher nicht geahnt wurde. Man hatte ja immer das Problem, sei es durchs Telefon oder durch jemand, der ins Zimmer kam, dass man nicht mehr wusste, was man gerade geschrieben hatte, und dann musste immer ein sehender Kollege nachschauen. Das hörte natürlich dann von dem Tag an schlagartig auf. Da war man wieder einen großen Schritt weiter.

Schillmöller: Und wie ist das heute? Was ist jetzt der, ich sage mal, letzte Stand, der neueste Stand der Technik?

Thiedeke: Der letzte Stand ist eigentlich der, dass man völlig selbständig arbeiten kann. Durch Sprachausgabe und Braille-Zeile, einer mechanischen Zeile, die die Buchstaben zeilenweise in Blindenschrift überträgt, da ist man wirklich unabhängig. Hinzu kommt, dass man durch einige Suchmaschinen natürlich auch gar keinen mehr fragen muss: "Du, sag‘ mal, wie schreibt sich denn noch mal der neue Regierungschef aus diesem oder jenem Land", der über Nacht irgendwo durch einen Putsch oder sei es was auch immer auf der Tapete stand. Das ist heute völlig ohne fremdes Zutun möglich.


Vierzig Jahre - 60.000 Manuskripte

Bertolaso: Herr Thiedeke, Sie haben uns jetzt sehr viel über die technische Entwicklung berichtet, und wir haben auch erfahren, dass das gerade auch für Sie als jemand, der so gut wie gar nichts sehen kann, einfach eine große Befreiung gewesen ist, dass es Ihnen Freiheit gebracht hat, und anderen Menschen auch, die so arbeiten wie Sie. Das ist eine ganz großartige Geschichte, die Sie erzählt haben.

Aber lassen Sie uns jetzt von der Technik noch mal ein bisschen auf die Inhalte gucken. Sie haben ja, glaube ich, so viel abgeschrieben, dass man damit eine ganze Bibliothek füllen könnte. Was sind denn ein paar Momente, die für Sie persönlich besonders herausragen? Gibt es da ein denkwürdiges Interview, oder andere Inhalte?

Thiedeke: Ein spezielles Interview, würde ich jetzt sagen, fällt mir wirklich nicht ein. Wenn man sich überlegt, dass es im Jahr so an die anderthalb tausend Manuskripte sein können, die da zustande kommen, das mal 40 rechnet, dann weiß man ja, wo man landet. Und da jetzt ein bestimmtes Interview rauszupicken, um zu sagen, das ist es, das ist natürlich recht müßig.

Ein anderer ehemaliger Kollege, der für die Geschichte der Nachrichtenredaktion eine wichtige Rolle gespielt hat, ist Manfred Kern aus der IT. Er hat unter anderem mehrere Generationen von Nachrichtenverteilsystemen entwickelt, mit denen wir Meldungen von Nachrichtenagenturen übersichtlich empfangen und in denen wir Texte schreiben bis hin zur Veröffentlichung im Internet. Manfred Kern hatte auch großen Anteil an den technischen Verbesserungen für Michael Thiedeke. So stattete er Anfang der 1980er Jahre Michael Thiedekes Telefonanlage mit "tanzenden Tasten" aus, so dass auch der blinde Kollege durch die Vibration erkennen konnte, welche Leitung belegt war.  In den 1990er Jahren folgte eine bahnbrechende Entwicklung: gemeinsam mit dem Hersteller von Tastaturen für Sehbehinderte baute Manfred Kern die Nachrichtensoftware um -  und Michael Thiedeke wurde weltweit der erste blinde Mensch, der die Meldungen von Nachrichtenagenturen über das Redaktionssystem lesen konnte. Eine Pionierleistung des Deutschlandfunks.


Die Wendezeit bleibt in Erinnerung

Eine bestimmte Zeit fällt mir wohl ein. Das war die Wendezeit, 1989 und die Jahre davor und danach, als es darum ging, dass Deutschland wieder eins wird. Das war schon auch für denjenigen, der dazu manches Interview oder auch größere Sendungen abgeschrieben hat, eine bleibende Erinnerung.

Bertolaso: Gibt es denn möglicherweise Kurioses oder Sachen, die mal nicht so gut gelaufen sind, wie ich die beispielsweise natürlich auch aus meinem Berufsleben erzählen könnte bei Ihnen?

Thiedeke: Kurioses sind immer schlechte Telefonleitungen. Das war anfangs manchmal so schlimm, dass ich mir gedacht habe, wie mögen unsere Hörer auf Lang- und Mittelwelle, die wir ja zu meiner Beginnerzeit noch hatten, wie mögen die das wohl verstehen, weil die Grund-Störgeräusche auf diesen Frequenzbändern ja eh schon so hoch sind. Und wenn dann noch eine schlechte Telefonleitung hinzukommt, das war schon recht verheerend. Und da habe ich mir oft gedacht: "Ich glaube, ich darf das nur deswegen abschreiben, damit überhaupt jemand nachher mal weiß, was in diesem Interview gesagt worden ist."

Schillmöller: Und dann kommt ja auch noch hinzu, dass manche Politiker vielleicht auch noch schlecht geschlafen haben, undeutlich sprechen, etwas nuscheln, und dann kommt vielleicht noch ein Wirtschaftsmanager, der noch ganz viele englische Banker-Begriffe einstreut. Was machen Sie dann? Lassen Sie es dann offen, wenn Sie es nicht verstehen?

Thiedeke: Es gibt natürlich Situationen, wo man dann auch mal jemand zurate zieht, der gerade auch damit betraut ist, nachher die Bearbeitung vorzunehmen. Ich rufe dann in der Online-Redaktion beispielsweise an und bitte den dort verantwortlichen Redakteur, doch mal mit reinzuhören, ob er da an der Stelle gerade was anderes hört als ich, weil man kann sich ja auch schon mal durch zu vieles Nachhören in ein Wort verbeißen, was nachher ganz falsch ist, aber wo man doch wirklich den Eindruck hat, das muss es jetzt sein.


Vier Jahrzehnte gute Laune

Schillmöller: Herr Thiedeke, über all die Jahrzehnte – wie haben Sie es eigentlich gemacht? Sie sind immer so unglaublich entspannt und gut gelaunt. Ich meine, wenn dann drei Interviews in Folge kommen zu den schwierigsten Themen wie Krieg und Regierungswechsel und so was, das hat Sie nie aus der Ruhe gebracht.

Thiedeke: Ja! Ich würde mal vermuten, das ist ungefähr so wie ein Schauspieler, der seine Rolle spielt und der ja auch dann mitunter mit Dingen konfrontiert wird, die nicht so einfach sind. Aber er weiß halt, wenn er gleich Schluss hat mit dem Drehtag, dann geht er nach Hause und ist wieder in einer realen Welt angekommen. So würde ich mal vermuten, dass man es vergleichen kann, denn manche Dinge, die kann man einfach dann auch nicht zu sehr an sich heranlassen. Es gibt schon Momente, wo ich beim Frühstück zu meiner Frau sage, Mensch, da ist mal wieder was Haariges und da muss ich wieder lange dran brüten, bis das Thema verarbeitet ist. Aber in der Regel, wenn ein Interview abgeschrieben ist oder ein Beitrag erledigt ist, dann widme ich mich dem nächsten und dann schalte ich aber auch gleich um zu dem neuen Stoff, weil da muss man sich ja dann auch schon wieder aufs Neue konzentrieren.

Bertolaso: Herr Thiedeke, das hört sich nach einer recht gesunden Einstellung zur Arbeit an. Da können wir uns alle eine Scheibe von abschneiden. Meine Damen und Herren, Sie haben jetzt die Chance, Sie wissen Bescheid über die Arbeit von Michael Thiedeke. Melden Sie sich bei ihm. Und Ihnen, Herr Thiedeke, sagen wir vielen Dank für das Gespräch und vielen Dank für 40 Jahre beim Deutschlandfunk.

Thiedeke: Ja, gerne geschehen! Immer wieder aufs Neue.

Schillmöller: Von mir auch, Herr Thiedeke. Danke schön!

Thiedeke: Danke auch.

Schillmöller: Tschüss!

Thiedeke: Tschüss!

//Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.//

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