Samstag, 21. Mai 2022

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Ausbau der Videoüberwachung
Tatsächlich mehr Sicherheit?

Nach mehreren verstörenden Gewaltverbrechen und Attentaten im vergangenen Jahr reagieren Bund und Länder mit einer Ausweitung der Videoüberwachung. Nicht nur öffentliche Plätze sollen verstärkt überwacht werden, sondern auch private Einkaufszentren, Fußballstadien oder Parkplätze.

Am Mikrofon: Thekla Jahn | 24.05.2017

Am einem ehemaligen Dienstgebäude der Deutschen Bundesbank in Dresden (Sachsen) sind am 18.05.2015 zwei Kameras zur Video- Überwachung zu sehen.
Der Ausbau der Videoüberwachung in Deutschland soll für mehr Sicherheit sorgen. (picture alliance / dpa / Arno Burgi)
In Berlin ist ein Pilotprojekt zur "intelligenten Videoüberwachung" geplant. Dabei werden nicht nur Bilder aufgenommen. Mit der eingesetzten Software sollen Gesichter und Bewegungsabläufe automatisiert ausgewertet und mit bestehenden Daten der Personen abgeglichen werden.
Die Resonanz auf diese Entwicklung ist geteilt. Bringt mehr Videoüberwachung tatsächlich mehr Sicherheit? Lassen sich Kriminelle durch Kameras von Taten abschrecken oder planen sie nicht vielmehr die Überwachungssysteme von vorneherein mit ein? Ist die automatisierte Überwachung und Auswertung der Daten aller Personen an einem Ort verhältnismäßig? Welche Gefahren birgt die Technik? Führt das Sicherheitsbedürfnis in den Überwachungsstaat oder gibt es Alternativen zur Videoüberwachung?
Gesprächsgäste:
  • Thomas Kranig, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht
  • Benjamin Kees, Dipl. Informatiker und Vorstandsmitglied des FIfF (Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung)
  • Burkard Dregger, CDU Landtagsabgeordneter in Berlin und innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion
  • Niklas Schrader, Landtagsabgeordneter Linksfraktion in Berlin und Sprecher für die Politikfelder Datenschutz, Verfassungsschutz, Drogenpolitik seiner Fraktion
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