Nordirland
Ausländerfeindliche Ausschreitungen nach Messerangriff in Belfast - Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt

Nach einem Messerangriff mit einem Schwerverletzten ist es in der nordirischen Hauptstadt Belfast zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen gekommen. Vermummte Demonstranten setzten nach Angaben der Polizei Autos sowie mehrere Gebäude in Brand.

    In Belfast kommt es während einer Demonstration zu Ausschreitungen. Fahrzeuge stehen in Flammen.
    Ausländerfeindliche Proteste in Belfast (Peter Morrison / AP / dpa / Peter Morrison)
    Einige Bewohner mussten von der Feuerwehr gerettet werden. Zudem wurden Polizisten mit Molotowcocktails beworfen. Die Regierungschefin von Nordirland, O’Neill, verurteilte die Krawalle. Einwanderer seien in der Nacht aus ihren Häusern vertrieben worden. Dafür gebe es keine Rechtfertigung. Auch der britische Premier Starmer zeigte sich empört.
    Auslöser der Krawalle war ein Messerangriff in Belfast am Montagabend, bei dem ein Mann schwer verletzt wurde. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich der Polizei zufolge um einen Sudanesen. Britische Rechtsextreme hatten ein Video von der Tat in den Sozialen Medien geteilt und zu Protesten aufgerufen.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.