Naher Osten
Außenminister Wadephul ruft Israel und Hisbollah zu Zurückhaltung auf - Konflikt ist Thema im UNO-Sicherheitsrat

In New York befasst sich der UNO-Sicherheitsrat mit dem Krieg zwischen der libanesischen Islamisten-Miliz Hisbollah und Israel. Die Sondersitzung war von Frankreich beantragt worden. Paris reagierte damit auf das jüngste Vorrücken der israelischen Armee im Süden des Libanon. Bundesaußenminister Wadephul rief Israel und die Hisbollah zu Zurückhaltung auf.

    Außenminister Johann Wadephul (CDU) spricht vor dem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York in Mikrofone deutscher Medien.
    Außenminister Wadephul bei der UNO in New York. (dpa / Michael Kappeler)
    Wadephul betonte, Israel habe das Recht, sich zu verteidigen. Daher sei die Hisbollah aufgefordert, alle Angriffe auf den Norden Israels sofort einzustellen. Zugleich müsse Israel die Verhältnismäßigkeit wahren und dürfe den Süden des Libanon nicht faktisch unbewohnbar machen, betonte Wadephul.
    Zuvor hatte der Iran seine indirekten Verhandlungen mit den USA über ein Ende der Kampfhandlungen ausgesetzt. Die Entscheidung sei wegen der anhaltenden israelischen Angriffe im Libanon auf die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz getroffen worden, meldete die Nachrichtenagentur Tasnim. Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April eine Waffenruhe, die von der Hisbollah allerdings nicht anerkannt wird.
    US-Präsident Trump sagte in Washington, ihm sei von einer Unterbrechung der indirekten Verhandlungen nichts bekannt. Es sei ihm aber auch egal, wenn sie zu Ende seien. Trump betonte, er habe Zeit, während der Iran eine Menge Geld auf dem Ölmarkt verliere.

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    Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.