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Außenpolitik
Wohin soll Deutschland gehen?

Viele Deutsche sind einer Umfrage zufolge gegen ein stärkeres Engagement in der Außenpolitik - im Kontrast zur Meinung führender Sicherheitspolitiker. In Auftrag gegeben hat die Studie Außenminister Steinmeier. Er lässt gerade Leitlinien für eine neue Außenpolitik erarbeiten.

Von Klaus Remme | 20.05.2014
    Porträtaufnahme von Frank-Walter Steinmeier, im Hintergrund ein Ausschnitt der Willy-Brandt-Skulptur in der SPD-Parteizentrale in Berlin
    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier fragt nach Erwartungen an eine neue Außenpolitik (dpa / Maurizio Gambarini)
    Laut der Erhebung der Körber-Stiftung plädieren nur 37 Prozent der Befragten dafür, dass sich Deutschland künftig stärker einsetzt. 1994 waren das noch 62 Prozent. Allgemein halten nur 13 Prozent der Befragten Militäreinsätze im Ausland für das richtige Mittel der Außenpolitik. Die Zahl steigt aber, wenn nach konkreten Gründen dafür gefragt wird. Wirtschaftliche Interessen Deutschlands sieht dagegen nur ein Viertel der Befragten als Grund, sich außenpolitisch zu engagieren.
    Die Umfrage steht damit in Kontrast zu Aufforderungen sowohl des Bundespräsidenten, führender Mitglieder der Bundesregierung als auch mehrerer EU-Partner, dass sich Deutschland als größte EU-Volkswirtschaft auch außenpolitisch stärker engagieren sollte. Außenminister Steinmeier hatte die Studie nach seiner Rückkehr ins Auswärtige Amt in Auftrag gegeben.
    Das Gespräch mit unserem Hauptstadt-Reporter Klaus Remme können Sie im Audio-on-Demand-Player nachhören.