Ende der Waffenruhe
Außenpolitischer Sprecher der SPD kritisiert Reaktion der Bundesregierung im Iran-Krieg

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ahmetovic, hat die Reaktion der Bundesregierung auf das Ende der Waffenruhe im Iran-Krieg kritisiert.

    Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ahmetovic, spricht im Bundestag.
    Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ahmetovic (Jonathan Penschek / dpa / Jonathan Penschek)
    Ahmetovic sagte dem Deutschlandfunk, vor allem Außenminister Wadephul, aber auch Bundeskanzler Merz hätten zunächst Verständnis für die erneuten US-Angriffe auf den Iran gezeigt. Er wolle dafür plädieren, kein Verständnis für einen erneuten Kriegsausbruch zu haben, sondern stattdessen auf ein zügiges Kriegsende hinzuarbeiten. Eine Bundeswehrmission für die Straße von Hormus sei unter aktuellen Umständen ein Himmelfahrtskommando, ergänzte der SPD-Politiker. Für eine solche Mission stünden die Koalitionsfraktionen nicht zur Verfügung.
    Bundeskanzler Merz (CDU) hatte zuvor laut der Nachrichtenagentur Reuters den Iran für den Bruch der Waffenruhe verantwortlich gemacht. Auch Außenminister Wadephul (ebenfalls CDU) bezeichnete weitere Militärschläge als "angebracht" und sagte dem Sender NDR Info, der Iran müsse nun wirklich verstehen, dass ernsthaft zu verhandeln sei. US-Präsident Trump kündigte bereits weitere Angriffe auf das Land an.
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    Diese Nachricht wurde am 09.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.