Donnerstag, 19. Mai 2022

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Außerirdisches Leben
Die Erde als Menschen-Zoo

Die Suche nach Exoplaneten und möglichem Leben im All ist heute ein sehr dynamischer Bereich der Astronomie. Manche meinen allerdings, die Aliens hätten uns längst entdeckt – und würden ihrerseits die Menschen bestaunen.

Von Dirk Lorenzen | 20.12.2018

Blick von oben auf die Erde im Gasometer
Fest im Blick der Aliens? Der blaue Planet (Gasometer Oberhausen)
John Ball, Radioastronom am renommierten MIT, überraschte 1973 mit seiner Zoo-Hypothese. Danach haben uns Außerirdische schon vor langer Zeit im Weltall ausgemacht. Allerdings lassen sie uns in Ruhe und verfolgen aus der Ferne, was wir auf der Erde so treiben. Für die Aliens wären Menschen also so etwas wie Robben im Wattenmeer.
Kontakt unter ETs
Vor zwei Jahren hat Duncan Forgan von der Universität St. Andrews in Schottland eine Arbeit darüber verfasst, wie sich wohl Außerirdische auf so eine Kontaktsperre mit uns Menschen einigen könnten. Der Forscher formuliert einige Annahmen, wie lange eine technische Zivilisation existiert, wie schnell ETs untereinander in Kontakt treten und wie sie sich verständigen könnten. Er vermutet, in der Milchstraße gäbe es nicht einen großen Galaktischen Club von Aliens, sondern mehrere kleine Cliquen.
Der Sternhaufen NGC 3293 im Schiffskiel
Ist da draußen wer? Und wenn ja: Hat er uns längst entdeckt? (ESO)
Neil de Grasse Tyson, ein etwas schillernder US-Astronom, der nie um eine Schlagzeile verlegen ist, ging sogar noch einen Schritt weiter: Er meinte einst, hyperintelligente Zivilisationen im All hätten die Erde eigens als Zoo kreiert – und würden sich nun über die den Menschen auferlegte "bizarre" Politik amüsieren.
Sollte die Zoo-Theorie stimmen und uns die Aliens tatsächlich beobachten, hörten wir aus den Tiefen des Alls sicher schallendes Gelächter.