
Als Beispiele hebt das Auswärtige Amt Minneapolis und andere große Städte hervor.
Die Bundesregierung mahnte zudem eine rechtsstaatliche Aufarbeitung nach den tödlichen Schüssen in Minneapolis an. Regierungssprecher Hille sagte, man erwarte, dass der Fall zügig rechtsstaatlich untersucht und aufgeklärt werde. Die Bundesregierung vertraue der amerikanischen Justiz. Den offenkundigen Widerspruch zwischen der Darstellung der US-Regierung und Videoaufnahmen kommentierte Hille nicht.
Merz: "Ausmaß der Gewaltanwendung besorgniserregend"
Bundeskanzler Merz äußerte sich besorgt geäußert. Der CDU-Politiker sagte auf einer Pressekonferenz in Hamburg, er gehe davon aus, dass die amerikanischen Behörden aufklärten, ob es notwendig gewesen sei, zu schießen. Er jedenfalls müsse sagen, er finde das Ausmaß an Gewaltanwendung in den USA besorgniserregend.
US-Präsident Trump telefonierte inzwischen mit dem demokratischen Gouverneur von Minnesota, Walz. Das Gespräch sei sehr gut verlaufen, teilte Trump mit. Man sei sich einig, in Einwanderungsfragen zusammenzuarbeiten. Außerdem kündigte Trump an, dass die Einwanderungsbehörde für ihre Einsätze in Minnesota eine neue Leitung bekommen solle. Er werde seinen Grenzbeauftragten Homan in den Bundesstaat entsenden. Homan sei - Zitat - "hart, aber fair" - und werde direkt an ihn berichten.
Am Rande von Protesten gegen ICE-Einsatzkräfte war in Minneapolis am Samstag ein zweiter Mensch erschossen worden. Videos der Vorfälle widersprechen der Darstellung der US-Regierung, wonach die Beamten in Notwehr handelten. Daraufhin hatten die früheren US-Präsidenten Obama und Clinton dazu aufgerufen, die amerikanischen Werte zu verteidigen.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
