
Vor dem Wohnhaus des Getöteten wurde eine Mahnwache abgehalten. Nach Angaben von Reportern verliefen die Proteste ohne Zwischenfälle. Auch in Chicago, New York und anderen Städten gab es Demonstrationen.
Ein 37-jähriger US-Bürger war am Samstag von einem Grenzschutzpolizisten erschossen worden. Nach Darstellung des Heimatschutzministeriums handelte es sich um Notwehr. Der Mann habe die Beamten mit einer Waffe bedroht. Videos des Vorfalls widersprechen dieser Aussage.
Gouverneur Walz wirft Regierung Vertuschung vor, Obama spricht von Eskalation durch Trump
Der Gouverneur von Minnesota, Walz, warf der Regierung vor, die Aufklärung des Vorfalls zu verhindern und das Opfer zu verleumden. Der frühere US-Präsident Obama erklärte, die Tragödie in Minneapolis müsse ein Weckruf sein für jeden Amerikaner unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Die Werte der Nation würden zunehmend angegriffen, während Präsident Trump weiter eskaliere. Ähnlich äußerte sich der ehemalige Präsident Clinton.
Zuletzt Empörung über Festnahme von Fünfjährigem
Es war bereits der zweite tödliche Einsatz in Minneapolis innerhalb weniger Wochen. Am 7. Januar hatte ein Polizist der US-Einwanderungspolizei ICE eine 37-Jährige erschossen. Zuletzt sorgte die Festnahme eines fünfjährigen Jungen durch ICE-Beamte für Empörung.
Die Trump-Regierung hat tausende Bundespolizisten nach Minneapolis geschickt, um Ausländer ohne gültige Papiere festzunehmen und abzuschieben. Minneapolis zählt zu den sogenannten Sanctuary Cities, die Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung Schutz gewähren und nur begrenzt mit den Einwanderungsbehörden der Bundesregierung zusammenarbeiten.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







