Sachse
Auto fährt durch Leipziger Fußgängerzone: Zwei Tote und mehrere Verletzte - 33-jähriger Deutscher festgenommen

In der Leipziger Innenstadt ist ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurden zwei Menschen getötet. Mindestens drei weitere wurden schwer verletzt. Die Ermittler gehen von einer Amokfahrt aus. Der Autofahrer wurde festgenommen.

    Ein beschädigtes Auto. In Leipzig ist ein Auto in mehrere Menschen gefahren. Nach Angaben der Polizei gibt es mehrere Verletzte.
    In Leipzig ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. (picture alliance / dpa / Sebastian Willnow)
    Der Tatverdächtige sei ein 33-jähriger Deutscher, der in der Region wohne, teilte die Polizei mit. Der Mann sei in seinem Fahrzeug gestellt worden. Er habe bei der Festnahme keinen Widerstand geleistet. Der sächsische Innenminister Schuster erklärte, man habe es mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Einzeltäter zu tun. Nach Informationen des MDR gibt es Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Mannes.

    OB Jung: "Tat kaum zu ertragen"

    Sachsens Ministerpräsident Kretschmer betonte, man werde alles daransetzen, die Tat schnell und vollständig aufzuklären. Leipzigs Oberbürgermeister Jung sagte, die Gedanken seien bei den Opfern. Die Tat sei kaum zu ertragen.
    Der Vorfall ereignete sich Montagnachmittag in der Grimmaischen Straße. Sie führt vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone. In der Nähe befindet sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein zentraler Ort der Friedlichen Revolution.

    Polizei bittet um Hinweise

    Die Polizei sucht nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig Zeugen. Hinweise werden
    unter der Nummer +49 341 966 46666 angenommen. Das Landeskriminalamt Sachsen hat zudem ein Hinweisportal eingerichtet.
    Diese Nachricht wurde am 04.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.