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StartseiteSport am Wochenende"Klar, dass nicht jeder mit dem Turnier einverstanden ist"30.05.2020

Basketball-Profi Andreas Obst"Klar, dass nicht jeder mit dem Turnier einverstanden ist"

Ab dem 6. Juni ermittelt die Basketball-Bundesliga per Final-Turnier den Deutschen Meister 2020. Einige Spieler hatten Kritik an dem Konzept geäußert. Andreas Obst von Ratiopharm Ulm freut sich hingegen auf das Event. "Am Ende wollen wir unseren Beruf ausüben", sagte er im Dlf.

Andreas Obst im Gespräch mit Matthias Friebe

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Basketball-Profi Andreas Obst freut sich auf das Final-Turnier der BBL. (imago images / Eibner)
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Per Final-Turnier setzt die Basketball-Bundesliga die durch die Coronakrise unterbrochene Saison fort. Zehn Mannschaften spielen ab den 6. Juni in München den Deutschen Meister 2020 aus. Andreas Obst, Basketball-Profi bei Ratiopharm Ulm, freut sich: "Besser geht es nicht. Ich bin sehr zufrieden, dass sie es so hinbekommen haben", sagte er im Deutschlandfunk. "Es wird schon ungewohnt sein in der Halle zu stehen, ohne Zuschauer. Die Spiele fühlen sich ein bisschen an wie Trainingsspiele. Aber ich denke, nach ein bis zwei Spielen hat man sich daran gewöhnt, ich denke, das wird ganz witzig."

Das sehen jedoch nicht alle Spieler so. In den vergangenen Wochen hatten unter anderem Niels Giffey (Alba Berlin) und Danilo Barthel (FC Bayern München) Kritik an dem Konzept geäußert. Eine zu kurze Vorbereitungszeit und zu wenig Mitspracherecht waren die Hauptkritikpunkte. "Es ist klar, dass nicht jeder mit dem Turnier einverstanden ist. Aber am Ende wollen wir unseren Beruf ausüben. Wir wollen Basketball spielen und unseren Verein vertreten", entgegnet Obst.

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Die Sorgen seiner Kollegen kann er aber nachvollziehen: "Viele Spieler hätten sich gewünscht, dass sie ein kleines bisschen mehr Informationen von der Liga bekommen hätten. Am Ende sitzen die Spieler auch Zuhause und wissen nicht, was sie machen sollen." Auch zwei Wochen Vorbereitung seien nicht optimal gewesen, sagte der 23-Jährige. Schließlich dauere eine normale Vorbereitung ganze sechs Wochen. "Klar hätte man da besser vorgehen können, aber am Ende kann man mit der Lösung, die nun gefunden wurde, ganz gut leben."

Zwei Fünfergruppen

Gespielt wird das Turnier zunächst in zwei Fünfergruppen. An die Gruppenphase schließen sich dann Viertelfinale, Halbfinale und Finale an. Obst trifft mit Ulm gegen München, Crailsheim, Oldenburg und Göttingen an. In der anderen Gruppe treten Ludwigsburg, Berlin, Vechta, Bamberg und Frankfurt gegeneinander an.

Nicht alle Teams treten aber unter den gleichen Voraussetzungen an. So stehen manchen Mannschaften nicht alle Spieler zur Verfügung, da diese während der Coronakrise in die Heimat gereist waren und nicht zurückkehren können. Deshalb war lange unklar, wie die Kader der Teams letztlich aussehen würden. Ist das Turnier deshalb sportlich weniger wert? "Der Bessere gewinnt", sagte Obst. "Natürlich gibt es Mannschaften, die nicht die gleichen Voraussetzungen haben wie andere Mannschaften. Oder es kommen Verletzungen dazu, weil die Vorbereitungszeit kürzer war als normal."

Er selbst fühle sich gut vorbereitet. In der Pause habe er viel Zuhause trainiert und an "ein paar Sachen" gearbeitet. Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat er nicht. "Wir werden regelmäßig getestet, damit alles unter Kontrolle ist. Falls jemand positiv getestet werden sollte, gibt es natürlich auch schon Maßnahmen. Ich denke, man ist gut abgesichert, dass man auch mit einem guten Gewissen spielen kann."

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